In Bruck 

Weihnachts-Schnäppchen vom Wertstoffhof

Fürstenfeldbruck – Hier macht dem einen eine Freude, was dem anderen nicht mehr gefällt: Am Wertstoffhof sind wie jedes Jahr weihnachtliche Deko-Artikel verkauft worden, die eigentlich im Container landen sollten. Für viele Kunden ist die Börse mittlerweile ein fester Termin im Advent.

Seit 13 Jahren schon gibt es den Weihnachtsbasar am Wertstoffhof am Kugelfang. In der Adventszeit wird dort Dekoration, Christbaumschmuck und vieles mehr angeboten – alles Second Hand.

Die Kunden können sich für wenig Geld eindecken. Doch auch der Nachhaltigkeitsgedanke spielt eine große Rolle. „Wir möchten, dass Dinge wiederverwertet werden. Dann müssen sie nicht immer wieder neu gekauft werden“, sagt Stefan Mayer, Sachgebietsleiter beim Abfallwirtschaftsbetrieb. Er erklärt den Ablauf: „Wir sortieren vorher alles nach Zustand. Kaputte Sachen werden nicht verkauft, vieles, wie zum Beispiel Christbaumschmuck, ist aber in einem Top-Zustand“. Trotzdem sei es wichtig, dass jedes einzelne Teil im Vorfeld genau unter die Lupe genommen wird. Ein farbiger Aufkleber weist auf den Preis hin. Der liegt bei den meisten Gegenständen zwischen 50 Cent und wenigen Euro.

„Das ist zwar ganz schön viel Arbeit, aber für uns ist das auch so etwas wie ein Highlight im Jahr. Wir machen das immer wieder gerne“, meint Barbara Steinmetz vom Abfallwirtschaftsbetrieb und lacht.

Viele Kunden sind mittlerweile schon Stammgäste. Zu ihnen gehört auch Anne Weiß (63) aus Emmering. Sie lässt sich seit Jahren keinen Basar entgehen. „Ich finde hier immer etwas, zwei Touren zum Auto habe ich schon machen müssen“, erzählt sie lachend. Anschließend wühlt sie sich weiter durch eine große Kiste. „Einen metallenen Weihnachtsmann habe ich schon vorhin gekauft, der kostet sonst 50 Euro, hier habe ich ihn für fünf Euro bekommen. Da nehme ich auch immer gleich noch etwas für die ganze Familie mit“, sagt Weiß.

Ralvca Morosam (33) und ihr Sohn Alexander aus Bruck sind zum ersten mal da. Sie standen schon vor der Öffnung des Basars Schlange. „Mein Sohn liebt es, sich durch die Regale und Kisten zu wühlen“, sagt die Mama. „Ich finde auch, dass man nicht unbedingt viel Geld ausgeben muss, um seinen Baum schön zu schmücken.“

Und auch für das leibliche Wohl war bei der Wertsftoffbörse bestens gesorgt. Auf der proppevollen Verkaufsfläche wurde nicht nur Glühwein und Punsch ausgeschenkt. Auch selbst gebackene Kekse mit dem Logo des Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB) sorgten für gute Stimmung. Zumindest Alex und seine Mutter Ralvca Morosam konnten der süßen Versuchung nicht widerstehen. (Marco Gierschewski)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Abgelenkt und angetrunken in Alleebaum gekracht
Im Auto saß auch ein eineinhalbjähriges Kind, als eine angetrunkene Autofahrerin (27) in einen Alleebaum krachte. Der BMW hat Totalschaden, doch alle drei Insassen …
Abgelenkt und angetrunken in Alleebaum gekracht
Passantin verhindert Garagenbrand
Einer Passantin ist es zu verdanken, dass sich ein Schwelbrand in einer Garage an der Mühlstraße in Egenhofen nicht zu einem Feuer ausweitete.
Passantin verhindert Garagenbrand
Mehr Open-Air-Konzerte bei Musiknacht
Zwei neue Bands, ein neuer Veranstaltungsort und mehr Open-Air-Konzerte: Die Besucher der 13. Gröbenzeller Musiknacht am Samstag, 1. Juli, dürfen sich auf die eine oder …
Mehr Open-Air-Konzerte bei Musiknacht
Ein Dorf als Zentrum der Europa-Bewegung
Europa braucht wieder mehr Stabilität. Das sagt Carsten Witt (76), Gründer des Projekts „Go Europe!“, angesichts erstarkender Rechtspopulisten. Der 76-jährige …
Ein Dorf als Zentrum der Europa-Bewegung

Kommentare