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In immer mehr Schulen gibt es Sozialarbeiter.

Landkreis FFB

Weitere Schulen bekommen Sozialarbeiter

Drei weitere Grundschulen sollen Sozialarbeiter zur Unterstützung bekommen. Das beschloss der Jugendhilfeausschuss des Kreistags.

Fürstenfeldbruck – Jugendsozialarbeit soll in den nächsten Jahren an den Grundschulen Emmering, Maisach und Eichenau (Starzelbach) eingeführt werden. Alle drei Schulleitungen und auch das zuständige Amt sähen seit langem einen hohen Bedarf an sozialpädagogischer Unterstützung, heißt es in einem Papier der Kreisverwaltung.

Die Mitarbeiter sollen jeweils 25 Stunden in der Woche vor Ort sein. In Maisach und Emmering wird das Jugendamt selbst der Träger sein, in Eichenau die AWO. Den Landkreis würde diese Ausweitung der Jugendsozialarbeit über 103 000 Euro im nächsten Jahr kosten, wobei vom Freistaat Unterstützung zu erwarten ist.

Im Jugendhilfeausschuss kam es wegen der Summe zu einer kleinen Debatte. Hintergrund: Der Personalausschuss hatte unlängst beschlossen, die Ausgaben für Mitarbeiter insgesamt, also bezogen auf alle Bereiche, auf 40 Millionen Euro zu deckeln. Die Kreisverwaltung erhielt den Auftrag, entsprechende Stelle-Einsparungen zu benennen, wobei die Fraktionen selbst auch Vorschläge einbringen sollen.

Jugendreferent Stefan Floerecke (CSU, Bürgermeister in Emmering) war dafür, hier nicht zu sparen. Die Jugendsozialarbeit helfe, Probleme frühzeitig zu erkennen. Landrat Karmasin stimmte mit Verweis auf die staatliche Förderung zu. Er werde nicht bei Stellen das Sparen anfangen, bei denen er die Hälfte gesponsert bekommt, meinte er. Der Beschluss pro Jugendsozialarbeit fiel dann einstimmig. Wobei natürlich die übergeordneten Gremien das letzte Wort haben.

Jugendsozialarbeit (JaS) beziehungsweise sozialpädagogische Unterstützung an Schulen kommt im Landkreis Fürstenfeldbruck in fast allen Schularten an den unterschiedlichsten Häusern zum Einsatz. Sie steht grundsätzlich allen Schülern der jeweiligen Schule offen.

Das präventive Angebot ist freiwillig. Sowohl Schüler als auch Eltern und Lehrkräfte können sich an die Jugendsozialarbeit beziehungsweise sozialpädagogische Unterstützung wenden. Alle Gespräche unterliegen der Schweigepflicht.  st

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