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In Bruck werden viele Leute getestet.

Pandemie

Weiterer Schwellenwert überschritten: Landratsamt verschärft Corona-Regeln

  • Thomas Steinhardt
    vonThomas Steinhardt
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Das Brucker Gesundheitsamt reagiert auf die gestiegenen Corona-Zahlen. Am Montagabend wurde eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Damit werden ab Dienstag die Corona-Regeln verschärft.

Fürstenfeldbruck - Trotz der Allgemeinverfügung vom Freitag ist der Inzidenzwert für den Landkreis Fürstenfeldbruck über das Wochenende gehörig gestiegen. Der Landkreis Fürstenfeldbruck hat sowohl nach Meldung des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) als auch des Robert-Koch-Instituts (RKI) den Schwellenwert von 50 Neuinfektionen in den vorangegangenen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner überschritten: Der Wert beträgt bei beiden Institutionen 58,8 (Stand 14 Uhr). Nach der internen Trendberechnung des örtlichen Gesundheitsamts liegt dieser Inzidenzwert bei 61,82 (Stand Sonntag, 11. Oktober) und 68,18 (Stand Montag, 12. Oktober).

Das Infektionsgeschehen sei nach wie vor in großen Bereichen diffus, das heißt es gibt viele Neuinfektionen, bei denen nicht geklärt werden kann, wo sich die betreffende Person angesteckt hat. Daneben gibt es elf Infektionen resultierend aus einer privaten Geburtstagsfeier mit 13 Teilnehmern (zwei Testergebnisse stehen noch aus), einen Familienverband mit acht Fällen und eine Firma mit fünf Fällen, darunter vor allem Reiserückkehrer. Verschiedene Schulklassen unterschiedlicher Schulformen sind betroffen, ebenso nach wie vor Reiserückkehrer.

Die Allgemeinverfügung vom Montag beinhaltet nun folgende Verschärfungen:

  • Im öffentlichen Raum wird das Aufenthaltsrecht beschränkt. Zusammen kommen dürfen nur maximal zwei Hausstände oder Gruppen von bis zu fünf Personen.
  • Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen maximal 25 Menschen zusammenkommen, bei Veranstaltungen unter freiem Himmel 50. (Bezug auf Paragraf 5 Abs. 2 des 7. Infektionsschutzgesetzes)
  • Nur ein Angehöriger darf je Tag einen Angehörigen in der Klinik besuchen. Minderjährige dürfen von Eltern gemeinsam besucht werden (feste Zeiten)
  • Für die vorzeitige Beendigung der häuslichen Quarantäne bei Reiserückkehrern bedarf es eines zweiten ärztlichen Zeugnisses mit negativem Test.
  • In den Flüchtlingsheimen müssen außerhalb der zugewiesenen Zimmer Masken getragen werden.
  • In den Schulen, die zuletzt von Corona betroffen waren, muss Unterricht in festen Klassenverbänden durchgeführt werden. Klassenübergreifender Unterricht (etwa Religionsunterricht) ist nicht möglich. Betroffen sind: Gymnasium Gröbenzell, Berufsschule Fürstenfeldbruck, Mittelschule Puchheim, Eugen-Papst-Schule Germering, Carl-Spitzweg-Gymnasium Germering, Viscardi-Gymnasium Fürstenfeldbruck, Max-Born-Gymnasium Germering, Gymnasium Olching. Die Maskenpflicht für von Corona betroffene Schulen bleibt aufrecht erhalten. Der Unterricht in Q11 und Q12 kann stattfinden, die Kurssysteme (gelten ja auch nicht als Klassen) sind von dieser Regel ausgenommen.

Ziel dieser Allgemeinverfügung sei es, die weitere Ausbreitung des Coronavirus durch unmittelbare Ansteckung zu verhindern. Gleichzeitig soll erreicht werden, dass das bisher sehr erfolgreiche System der Kontaktpersonenermittlung so fortgeführt werden kann. Auch deshalb sei gerade dort, wo es um eine mögliche Vielzahl von Kontakten geht, eine Begrenzung notwendig. Dies gilt insbeson-dere auch für die Maßnahme, dass kein klassenübergreifender Unterricht stattfinden darf. Im Wortlaut ist die Allgemeinverfügung auch auf der Homepage des Landratsamts zu finden.

Der Sport ist von dieser Allgemeinverfügung nicht betroffen. Hier gelten die alten Regeln.

Die Allgemeinverfügung tritt am 13. Oktober 2020 in Kraft und ist befristet bis einschließlich 19.Oktober 2020. Der Text im Wortlauf

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