Das Rathaus in Fürstenfeldbruck.
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Fürstenfeldbruck

Weiterhin Kritik an Mandat im Aufsichtsrat der Stadtwerke

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Die CSU sieht die Wahl von Markus Droth (FW) in den Aufsichtsrat der Stadtwerke weiter kritisch. In einer Presseerklärung fordern die stellvertretenden Fraktionssprecher Georg Jakobs und Hans Schilling eine Erklärung, was das Engagement im Bürgerprojekt Solar angeht – spätestens in der ersten Sitzung des Aufsichtsrats, um letzte Zweifel aus dem Weg zu räumen.

Fürstenfeldbruck – In diesem Bürgerprojekt tritt Droth als Vermittler von Mini-Solaranlagen zwischen einer fränkischen Firma und Brucker Bürgern auf. Es handle sich um ein rein ehrenamtliches Engagement, hatte er auf Jakobs Nachfrage im Stadtrat bekräftigt. Er habe keine vertraglichen Beziehungen zur Firma. Dies könne er auch eidesstattlich erklären.

Das habe auch ihn dazu bewogen, zuzustimmen, erklärt Jakobs auf Nachfrage. Er habe die Ausführungen aber so verstanden, dass Droth seine Aktivitäten als Vermittler von Solaranlagen einstelle, wenn er die Arbeit als Aufsichtsrat aufnimmt – im Gegensatz zu Schilling, der seine Zustimmung verweigerte. „Ansonsten hätte das ganze einen Geschmack, dem die CSU-Fraktion mehrheitlich nicht ihre Zustimmung gegeben hätte“, heißt es in der Presseerklärung. Er rate ihm, das Amt ruhen zu lassen, sagt Jakobs. „In der Regel versucht man, Interessenskollisionen zu vermeiden.“ Droth könne ja einen Modus mit den Stadtwerken finden, um das Thema weiter voranzubringen

Markus Droth sieht keinen Anlass, sein Engagement – „reines Ehrenamt“ – im Bürgerprojekt niederzulegen. Inzwischen gebe es Anfragen aus anderen Kommunen im Landkreis. Er habe sich auch juristisch beraten lassen, sagt Droth. „Es gibt keine Überlappung mit meinem Mandat als Aufsichtsratsmitglied.“

Die Stadtwerke seien von Anfang an im Boot gewesen. Droth verweist auf Gespräche mit Geschäftsführer Jan Hoppenstedt. So würden die Stadtwerke den für den Betrieb der Mini-Solaranlagen nötigen Austausch der Zähler kostenfrei durchführen.

In der Reaktion der CSU-Mitglieder sieht Droth eher persönliche Animositäten und ein politisches Motiv. „Die CSU hat das Thema verschlafen.“ Bestätigt darin fühlt er sich durch die Tatsache, dass der Punkt erst durch seinen Antrag in nichtöffentlicher Sitzung auf die Tagesordnung kam – entgegen einer Zusage eines Verwaltungsmitarbeiters.  imu

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