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Der Fliegerhorst war ein Militärflugplatz. Heute darf dort nicht mehr gelandet werden.

Fürstenfeldbruck

Welche Altlasten verbergen sich im Boden des Fliegerhorstes?

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 Schlummern im Boden des Fliegerhorstes Altlasten? Diese Frage beschäftigt den Umweltbeirat und auch die CSU. 

Fürstenfeldbruck – Die Fraktion fordert in einem Antrag, dass die Verwaltung beim Landratsamt Auskunft über vermutete Altlasten auf Fursty einholt.

Munitionsrückstände, Treibstoffe sowie per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFC und PFOS) können den Boden von Militärflughäfen verunreinigen. Das kaum abbaubare PFC ist etwa in Löschschaum enthalten. Das gesundheitsschädliche PFOS wurde von Feuerwehren als Schaummittel beim Löschen von Treibstoffbränden verwendet. Ortschef Andreas Lohde verweist auf den Fliegerhorst Manching, wo eine erhöhte PFOS-Konzentration im Grundwasser nachgewiesen wurde.

„Der Fliegerhorst Fürstenfeldbruck gilt nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Umwelt derzeit als sogenannter Verdachtsstandort“, schreibt Lohde. Messungen seien nicht durchgeführt oder Ergebnisse nicht veröffentlicht worden. Da im Rahmen der Konversion auch Wohnbebauung entstehen soll, müsse der Boden frei von jeglicher Kontamination sein. „Die Stadt sollte schon für ihre Planungen zeitnah wissen, ob und wenn ja, welche Art von Altlasten im Boden versteckt sind.“

Falls keine Untersuchungen vorliegen, fordert der Arbeitskreis Umwelt und Energie des Ortsverbandes in einem Positionspapier, diese unverzüglich nachzuholen und die Öffentlichkeit zu informieren. Beim Nachweis von PFC müssen auch an den Fliegerhorst angrenzende Gebiete auf eine mögliche Belastung untersucht werden meint der Biochemiker Marcel Boß. Dann sei der Bund in der Pflicht, geeignete Maßnahmen zu ergreifen.  imu

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