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Überschaubar war der Andrang bei der Filmbesprechung mit Schauspielerin Natja Brunckhorst (l.).

Amlie rennt

Wenig Andrang bei Film-Abend im alten Kino

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15 ebenso handverlesene wie -gezählte Zuschauer in einem 160 Menschen fassenden Kinosaal sind zwar nun wahrlich keine Rekord-Kulisse. Doch Markus Eisele hat in seiner gerade einmonatigen Zeit als Leiter im wiederbelebten Lichtspielhaus auch schon ebenso unerwartet belebtere Tage gesehen. 

Fürstenfeldbruck „Amelie rennt“ aus dem Jahr 2017 war – obwohl Drehbuchautorin des Films Natja Brunckhorst (bekannt auch aus „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“) persönlich zum Filmgespräch vor Ort war – tatsächlich eine Ausnahme in der Publikumsgunst.

 Nicht zu vergleichen mit dem Abend, als einer alter Schinken wie „Alexis Sorbas“ für ein ausverkauftes Haus sorgte. Eisele, der noch zusätzlich Stühle herbeischaffen musste, hat es „vom Hocker gehauen“. Der Cineast, der auch in München, Zwickau und Stegen Kinos betreibt, kann es sich bis heute nicht erklären, warum „die Leute einen Film im Kino anschauen, den sie daheim im TV wegzappen“. Anfang Dezember, wenn Charlie Chaplins Schwarzweiß-„Goldrausch“ im denkmalgeschützten Retro-Palast an der Maisacher Straße gezeigt wird, erwartet Eisele einen ähnlichen Run.

Bereits am kommenden Freitag schaut mit Andreas Schmidbauer der nächste Regisseur das 1935 erbaute, gerade erst renovierte Kino an. Mitgebracht wird von ihm seine neue Polit-Satire „Austreten“. Der Inhalt ist angesichts der aktuellen Lage ausgesprochen brisant: Der Freistaat Bayern will die Bundesrepublik verlassen.

Während dieses Szenario noch im Sciene-Fiction-Genre angesiedelt ist, wird ein anderes schon im Frühjahr Realität. Denn dann schließt das Lichtspielhaus nach gerade mal halbjähriger Wiederbelebung wieder seine Pforten. Allerdings nur für einen absehbaren Zeitraum bis zum Sommer, in dem die restlichen Restaurierungsarbeiten fortgesetzt werden. Ob und was überhaupt noch nötig ist, um den alten Glanz weiter aufzufrischen und zu erhalten, davon wird sich demnächst eine offizielle Delegation aus dem Landesamt für Denkmalschutz ein Bild machen.

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