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Wenn ein Babysitter unbezahlbarer Luxus ist

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Alleinerziehende Mütter haben es ohnehin nicht leicht. Doch wenn weder Omas, Opas, noch andere Verwandte in der Nähe wohnen, die mal auf die Kinder aufpassen, wird es noch schwieriger – vor allem, wenn Mama auch noch die Alleinverdienerin für die Familie ist.

Fürstenfeldbruck – Zweimal dachte Jasmin T.*, sie hätte die Liebe ihres Lebens kennengelernt. Doch der erste Mann lernte eine andere kennen. Der Zweite entpuppte sich nach der Hochzeit als Pascha. „Er wollte nur jemanden zum Putzen, zum Kochen und fürs Bett“, sagt die Frau. Heute sorgt sie alleine für ihre vier Töchter. Die jüngste ist gerade einen Monat alt, die anderen sind fünf, sieben und 14 Jahre. Die Drei Zimmer-Wohnung, die sich die Familie teilt, ist klein und einfach. Dennoch reicht das, was Jasmin verdient, nicht aus. Sie ist auf Unterstützung angewiesen.

Doch die vierfache Mutter beklagt sich nicht. Im Gegenteil: „Das alles hat mich stark gemacht“. Ihre schwärzesten Tage erlebte Jasmin, nachdem ihr erster Mann sie verlassen hatte. Sie hatte gerade ihre dritte Tochter entbunden. Tagelang konnte sie nichts essen, musste frühzeitig abstillen. „Ich hatte ihm blind vertraut, es tut heute noch weh“, sagt Jasmin.

Nur ihre Töchter haben ihr damals die Kraft gegeben, aufzustehen und weiterzumachen. Die Kinder brauchten sie. Die Scheidung hat auch sie hart getroffen.

Größeres Bett wäre dringend nötig

„Meine Kinder sind mein Leben.“ Diesen Satz wiederholt Jasmin immer wieder. Mit ihrem ersten Mann hat sie sich ausgesöhnt. Er besucht die Kinder ab und zu. Noch einmal zu heiraten, kommt für Jasmin nicht in Frage – zu tief sitzen die Enttäuschungen. „Ich bin zufrieden mit meinen Kindern alleine, ich brauche keinen Mann mehr.“

Sobald ihre jüngste Tochter aus dem Gröbsten raus ist, will die Mutter wieder arbeiten. „Ich will nicht vom Sozialamt leben, aber momentan muss ich, sonst fehlt das Geld“, sagt sie. Der Unterhalt der Väter ihrer Kinder kommt nur unregelmäßig. Dabei fehlt es an allen Ecken und Enden, egal, wie sorgsam Jasmin mit dem Haushaltsgeld umgeht.

Die fünfköpfige Familie braucht dringend ein größeres Bett, in dem die Mama mit dem Baby bequemer schlafen könnte. Auch Babykleidung für die Jüngste ist dringend nötig. Das wichtigste wäre allerdings ein Babysitter. Denn immer wenn Jasmin selbst oder mit einem ihrer Kinder zum Arzt muss, weiß sie nicht, wer auf den Nachwuchs aufpassen soll. Gleiches gilt, wenn sie Elterngespräche wegen ihrer älteren Töchter wahrnehmen muss. Hier möchte die Kette der helfenden Hände einspringen. (*Name geändert)  (gog)

So spenden Leser

Die Konten sind unter dem Stichwort „Kette der helfenden Hände“ geöffnet. Sparkasse Fürstenfeldbruck IBAN: DE23700530700008128126 VR-Bank Fürstenfeldbruck; IBAN: DE93701633700000037788 Die Hilfsaktion arbeitet zusammen mit sozialen Organisationen im Landkreis. Jeder gespendete Euro bleibt in der Region. Die Namen der Spender werden veröffentlicht.

So funktioniert die Kette der helfenden Hände.

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