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Nicht nur Lachen, auch Singen ist gesund und tut Seele und Körper gut: Musikpädagogin Julia Schneider (r.) animiert die Teilnehmer der Singreihe zum Mitmachen. Jeden letzten Dienstag im Monat um 19 Uhr treffen sich Interessierte in lockerer Runde im Andachtsraum der Brucker Klinik.

In Bruck

Wenn gemeinsames Singen die Seele heilt

Singen macht glücklich – und gesund. Das sagen nicht nur Musikpädagogen. In der Klinik werden deshalb Kurse angeboten, bei denen der gemeinsame Gesang im Fokus steht. Auf die richtigen Töne kommt es dabei nicht unbedingt an.

Fürstenfeldbruck Zu Beginn der Gesangsstunde der etwas anderen Art verteilt Musikpädagogin Julia Schneider keine Noten- sondern Textblätter. Den Neulingen macht sie Mut: „Alle Lieder sind auch für ungeübte Sänger machbar. Sie dürfen auch klatschen oder tanzen – alles ist erlaubt.“

Denn bei den gemeinsamen Singstunden im Andachtsraum der Kreisklinik jeden letzten Dienstag im Monat werden widererwartend keine Lieder einstudiert. Es geht auch nicht so streng zu, wie bei einer Chorprobe. Stattdessen soll in lockerer Runde gemeinsam musiziert werden.

Das Angebot richtet sich vor allem an Patienten des Krankenhauses und an Angehörige von Kranken. Aber auch alle anderen Besucher sind willkommen bei der Singreihe, die die Klinikseelsorge unter der Federführung von Doris Liedl-Doll und Martina Lampl organisiert.

Geleitet wird die Truppe von der Expertin Julia Schneider. Sie sagt in Richtung der Teilnehmer: „Es gibt keine falschen Töne. Die Hauptsache ist, dass es Ihnen Spaß macht und gut tut.“

Klingt für die, die zum ersten Mal da sind, ungewohnt. Doch die Alteingesessenen machen es vor: Ohne Hemmungen schmettern sie los. Von den ersten Takten an sind die Sänger mit Leidenschaft bei der Sache. Denn auch darauf kommt es an: Man muss sich einfach trauen, mitzusingen.

Knapp 20 Interessierte sind an diesem Tag zu den „Seelengesängen“ gekommen. Die Gröbenzellerinnen Irmgard B. (67) und Ilse M. (73) kennen das Klinikangebot schon länger. Irmgard hat gemerkt, dass es ihr einfach gut tut, ihrer Stimme Raum geben zu können. „Ich werde ruhiger, kann meine Gedanken loslassen und Schmerzen oder Depressionen vergessen – sogar mein Puls geht runter“, sagt sie.

Ihre Freundin Ilse genießt die meditative Stimmung, die sich in der lockeren Runde schnell einstellt. Sich im gemeinsamen Klang auf das eigene Stimmvolumen einzuschwingen, hat für die Teilnehmerin etwas Tragendes, Beruhigendes.

„Es macht mir Freude und entspannt mich“, sagt auch Gisela Hötker-Ponath. Die Eichenauerin ist mit ihrem Mann Hans gekommen. „Ich freue mich, meiner Frau zuzuhören und werde vielleicht ein wenig Hintergrundbrummen beisteuern“, meint er. Doch es dauert gar nicht lang und auch er singt einfach ganz befreit mit. (akk)

Nähere Informationen

zur Singreihe bei Doris Liedl-Doll unter der Telefonnummer (08141) 99 27 02.

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