Let three be light leuchtet nur, wenn Menschen die Stäbe berühren.

Wettbewerb

Skulpturen erleuchten den Brucker Westen

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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In der Innenstadt gibt es bereits einen Skulpturenpfad. Nun sollen auch im Brucker Westen Lichtskulpturen stehen. Nach einem Wettbewerb werden vier Werke probeweise ausgestellt. Die Bürger dürfen im nächsten Jahr entscheiden, welches davon die Stadt kauft.

Fürstenfeldbruck– LED-Röhren, die leuchten, wenn man sie berührt, eine Helix, die Fragen aufwirft, beleuchtete Leiterbahnen und eine sich drehende Stele:All diese Lichtskulpturen sind Einsendungen im Rahmen des Wettbewerbs „Stadtkunstland 2020“, den die Stadt ausgelobt hat. Als Kuratorin fungiert die Kulturstiftung Derriks. Aus sieben eingereichten Werken wählte der Wettbewerbsausschuss vier Beiträge aus.

Auf seiner „Gimmeabreak Helix“ – übersetzt „gib mir eine Pause“ – stellt Christoph Hildebrand urmenschliche Fragen an die Betrachter. Sie sollen darüber nachdenken, woher sie kommen und wohin sie gehen. Ein Thema, das gerade in Krisenzeiten, aber auch am Stammtisch, unter Freunden oder auch bei jungen Menschen am Beginn ihres Lebensweges immer wieder auftaucht.

Fragen des Lebens stellt „Gimmeabreak“.

Eine Skulptur leuchtet mit Sonnenenergie

Mit der Klimakrise beschäftigt sich die Stele „VIII 2019“ von Siegfried Kreitner. Die minimalkinetische Skulptur wandelt mit vier Solarelementen Sonnenlicht in Elektrizität um – das Werk bewegt sich je nach Lichtintensität in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Es ist auch die einzige Skulptur, die ganz ohne Stromversorgung auskommt.

Die Stele VIII 2019 funktioniert mit Solarzellen.

Der „Macrocontroller“ von Carolin Liebl & Nikolas Schmied-Pfähler ist eine überdimensionale Platine mit kupfernen Leiterbahnen mit bunten LED-Leuchten. Es erinnert an das Verkehrsnetz einer Stadt, in dem bunte Lichter funkeln. Das Werk steht für die Digitalisierung, die Schnittstellen stehen für das überregionale Netzwerk und Fürstenfeldbrucks Weltoffenheit.

Der Macrocontroller soll für Digitalisierung und ein weltoffenes Fürstenfeldbruck stehen.

Eine Interaktion mit dem Betrachter bieten Anne Pfeifer & Bernhard Kreutzer mit „Let three be light“: Die LED-Lichtstreifen leuchten, wenn mindestens zwei Betrachter die Stahlkörper anfassen und so mit der Skulptur einen Stromkreislauf bilden. Stromschlag-Gefahr besteht dabei nicht.

So können die Bürger die Skulpturen begutachten

„Diese vier Werke werden im Herbst im Abstand von zwei Wochen aufgestellt“, erklärt Kurator Gerhard Derriks. Die Standorte sind bei den Stadtwerken, im Westpark, am Buchenauer Platz und an der Martin-Luther-Straße, gegenüber vom Viscardi-Gymnasium. Bei drei Standorten gebe es die Möglichkeit, die Skulpturen über Laternen ans Stromnetz anzuschließen.

Den Bürgern bleibt genügend Zeit, die Lichtskulpturen zu entdecken und auf sich wirken zu lassen. Im Sommer 2021 werden die Bürger befragt, welche Lichtskulptur die Stadt erwerben und dauerhaft aufstellen soll. Die Kulturstiftung will der Stadt ebenfalls ein Werk als Dauerleihgabe zur Verfügung stellen. „Am besten wäre es, alle vier zu behalten“, findet Derriks. „Wir werden versuchen, mehr daraus zu machen.“ Derzeit befinde man sich in Gesprächen mit potenziellen Geldgebern.

Die Lichtskulpturen sind übrigens nicht die ersten Kunstwerke im Brucker Westen. Auf dem Gebiet des künftigen Stadtparks steht bereits „Mikado“ – ein Werk von Ingrid Hornef. Nun bekommt es bald Gesellschaft.

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