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Sie gaben den Startschuss für den Verkehrsentwicklungsplan (v. l.): Marianne Pfaffinger, Matthias Fiedler, Gebhard Wulfhorst, Robert Wickenrieder, Harald Spath, OB Erich Raff und Martin Kornacher.

In Fürstenfeldbruck

Wie sich der Verkehr in der Stadt entwickeln soll

Die Themen Verkehr und Mobilität beschäftigen die Kreisstadt schon lange. Deshalb möchte die Stadt stärker denn je ihre Bürger an einem Verkehrsentwicklungsplan (VEP) beteiligen.

Fürstenfeldbruck–  Den Startschuss dazu gaben OB Erich Raff, Stadtbaumeister Martin Kornacher und der Verkehrsplaner und Mobilitätsmanager der Stadt, Matthias Fiedler. Die Planer Gebhard Wulfhorst, Marianne Pfaffinger und Harald Spath präsentierten ihre Vorgehensweise.

Auch wenn die Verkehrsverhältnisse in der Innenstadt die Bürger seit Jahrzehnten beschäftigen, dürfe man den bevölkerungsreichsten Stadtteil, den Brucker Westen, bei der Entwicklung eines zukunftsorientierten Mobilitätskonzeptes nicht vergessen, sagte Raff. Ebenso müsse man hinsichtlich einer Verkehrsentwicklung den Fliegerhorst miteinbeziehen, auch wenn es bis zur Übernahme noch ein paar Jahre dauert.

„Wir machen diesen VEP als Mobilitätskonzept für die Zukunft von Bruck und für die Menschen, die im Zentrum dieses Prozesses stehen“, sagte Fiedler. Deshalb sei es wichtig, dass der Prozess von Anfang an transparent gehalten werde und daraus kein Plan „im stillen Kämmerlein“ werde, der womöglich eines Tages in der Schublade verschwindet.

Es gelte nicht, den Stau irgendwo zu verteilen, stellte Wulfhorst von der Agentur für Standort- und Verkehrsentwicklung (ASV) die Vorgehensweise beim VEP vor. Stau sei oft der Auslöser für das Nachdenken. Die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse dürfe sich nicht darauf beschränken, den Autoverkehr zu verbessern, denn nicht das Auto stehe im Mittelpunkt eines solchen Planes, sondern der Mensch.

Das laufende Jahr stehe zunächst ganz im Zeichen einer Grundlagenermittlung, erklärte Harald Spath. Für das Jahr 2018 lauten dann die Schlagworte Analyse, Prognose und Ziele definieren und für 2019 Erarbeiten eines Umsetzungskonzeptes. Begonnen wird mit einer Haushaltsbefragung in der Juni-Ausgabe des Rathaus-Reports. Dazu werden die Bürger zusätzlich gebeten, ihre am Stichtag 27. Juni zurückgelegten Wege und Strecken aufzuzeichnen. Spath appellierte an die Brucker, sich an der Aktion rege zu beteiligen.

Über weitere Möglichkeiten, sich einzubringen, informierte Marianne Pfaffinger von Green City Project. So können Bürger ab dem 19. Juni über ein so genanntes Crowdmapping vier Wochen lang online auf einer Stadtkarte eintragen, wo es ihrer Meinung nach Probleme mit dem Verkehr gibt. Im Herbst finden vier Stadtrundgänge statt. Buntgemischte Gruppen aus Freiwilligen und zufällig ausgewählten Bürgern erkunden zusammen direkt vor Ort Gefahrenstellen, darunter Rundgänge mit der Jugend, mit Senioren und mobilitätseingeschränkten Menschen.

Im Frühjahr 2018, wenn erste Ergebnisse vorliegen, sollen sogenannte Mobilitätswerkstätten mit Bürgern abgehalten werden, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Auch die Nachbarkommunen sollen beteiligt werden, erklärte Gebhard Wulfhorst. Man werde zwei bis drei Workshops im Laufe des Prozesses durchführen und dazu Emmering, Maisach, Olching, Germering und andere Kommunen, die von Bedeutung sein könnten, einladen, aber auch den MVV. (dm)

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