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In Bruck

Wieder Streit um Sportzentrum: SPD fordert zweite Planung

Fürstenfeldbruck – Die SPD ist immer noch nicht glücklich mit der geplanten Turnhalle am neuen Sportzentrum III im Brucker Westen. Neues Argument der Stadtratsfraktion: Die Stadt müsse erst herausfinden, wann die Fursty-Sportstätten frei werden. Beide Standorte zu finanzieren, sei schwer.

Ganz neu ist die ablehnende Haltung bei der SPD nicht. Schon länger fordern die Sozialdemokraten eine kleine Lösung. Das würde bedeuten, dass zu den drei Fußballfeldern keine Doppel-Turnhalle gebaut würde, sondern dass etwa ein Platz für Freizeitsportler angelegt würde. Dass diese kleine Lösung wieder nicht vorgestellt wurde, kritisierte Walter Schwarz (SPD) im zuständigen Ausschuss. Dort wurden nur die aktuellen Planungen für Bauabschnitte und -kosten für eine Lösung samt Turnhalle präsentiert (siehe Kasten). Der Stadtrat habe schließlich die Vorstellung beider Varianten beschlossen, ärgerte sich Schwarz.

Überhaupt findet der Finanzreferent, dass die Stadt sich mit einer großen Turnhalle an diesem Ort überhebt. Dabei hat er auch den Fliegerhorst im Hinterkopf. Denn dort wären mit dem Abzug der Bundeswehr einige sanierte Sportstätten vorhanden, die die Stadt dann übernehmen könnte, so Schwarz.

Doch beides – großes Sportzentrum III und Fliegerhorst-Sportstätten – wäre finanziell nicht zu stemmen, befürchtet Schwarz. Die Kosten für die Fursty-Turnhalle werden auf etwa vier Millionen Euro geschätzt.

Nun beantragte die SPD, dass ein verbindlicher Terminplan für den Abzug der Offiziersschule eingeholt wird. „Dann müssen sich doch diese Bundesbehörden einmal äußern“, so Schwarz in Hinblick auf den Fliegerhorst. Denn wann die Bundeswehr abzieht, steht immer noch in den Sternen.

Bei den anderen Fraktionen stieß diese Argumentation auf wenig Verständnis. Das Drängen auf einen Terminplan halten die meisten Stadträte für vergebene Liebesmüh. Der amtierende Bürgermeister und Sportreferent Erich Raff (CSU), der sich wegen des Sportzentrums schon öfter mit Schwarz beharkt hatte, sagte zum Thema Fliegerhorst: „Selbst in Berlin im Ministerium kriegt man keine Auskunft.“

Außerdem würden Sportstätten im Fliegerhorst den Bürgern, die im Brucker Westen wohnen, nichts nutzen, meinten Markus Droth (CSU) und Willi Dräxler (BBV). Droth warnte auch vor Sportstätten-Tourismus sowie einer weiteren Verzögerung beim Sportzentrums III.

„Der Standort ist in keinem Fall verkehrt“, sagte auch Dräxler, der im Westen eine Unterversorgung im Bereich Sport ausmacht. Bei Vereinen und Sportbeirat der Stadt bestehe sowieso kein Zweifel daran, dass die Turnhalle gebaut werden muss. „Die Vereine wollen die große Lösung“, sagte Raff.

Auf den Einwand von Schwarz, dass auch das Eisstadion ausgebaut werden müsse, erwiderte Raff: „Solange ich Sportreferent bin, habe ich dem Eislaufverein versprochen, das Eisstadion nicht aus den Augen zu verlieren.“ Schwarz hatte vor einigen Monaten den Antrag gestellt, erstmals Gelder dafür einzuplanen. (fd)

Das Zentrum

Das geplante Sportzentrum III soll drei Fußballplätze und eine Doppel-Turnhalle bekommen. In der Turnhalle sollen außerdem Anlagen für Kegler, Schützen sowie eine Gastronomie unterkommen, die der TSV West als Vereinsheim übernehmen möchte. Das gesamte Projekt soll Schritt für Schritt in modularer Bauweise errichtet werden, nächstes Jahr könnte mit der Anlage der Plätze begonnen werden. 2018 könnte dann die Turnhalle auf dem Plan stehen. Als Bauherr treten Vereine auf, die geschätzten Baukosten belaufen sich auf 8,5 Millionen Euro brutto. Die Vereine leisten zehn Prozent Eigenanteil. Die Stadt müsse grob geschätzt zwischen fünf und sieben Millionen Euro aufbringen, sagte der amtierende Bürgermeister Erich Raff (CSU).


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