Zwei Hände umfassen eine Pistole
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Der Wirt musste zu einer Waffe greifen.

Fürstenfeldbruck

Wirt vertreibt Schläger mit Gaspistole - Fall gibt Rätsel auf

  • Thomas Steinhardt
    VonThomas Steinhardt
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Eine normale Wirtshausschlägerei, wie sie nun mal ab und zu vorkommt, dürfte es nicht gewesen sein – und daher gibt der Fall einige Rätsel auf:

Fürstenfeldbruck – Im Innenhof einer Kneipe ist es zu einer brutalen Attacke mit Verletzten gekommen, deren Hintergründe unklar sind. Die Polizei hofft nun die flüchtigen Haupttäter ausfindig machen zu können.

Am vergangenen Samstag (4. September) betraten um 3 Uhr in der Früh zwei junge Männer den Innenhof einer Kneipe an der Schöngeisinger Straße. Die komplett nüchtern wirkenden Männer, die nach Beschreibungen türkisch-arabischer Abstammung sein dürften, gaben vor, noch ein Bier trinken zu wollen. Weil die Wirtsleute aber schon am Aufräumen waren, wurden sie abgewiesen, berichtet die Polizei.

Plötzlich beginnt die Pöbelei

Ohne ersichtlichen Grund hätten die zwei Männer dann vier Gäste, die gerade am Austrinken waren, im Innenhof angepöbelt und beleidigt. Der Wirt wollte beschwichtigend eingreifen. Allerdings hatten die beiden Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren zwischenzeitlich offenbar Verstärkung angefordert.

Binnen weniger Minuten waren zehn bis zwölf weitere Leute am Lokal. Aus der pöbelnden Menge heraus schlugen zwei bis drei Männer auf die Gäste ein und bewarfen sie mit massiven eisernen Gartenstühlen. Zwei der Gäste wurden nicht unerhebliche verletzt, berichtet die Polizei.

Erst als der Wirt eine Gaspistole gezogen habe, seien die Schläger geflüchtet. Als die Polizei zur Wirtschaft kam, waren die beiden Haupttäter verschwunden. Die anderen Pöbler gaben an, sich keiner Schuld bewusst zu sein. Sie behaupteten, vom Wirt völlig grundlos mit einer Waffe bedroht worden zu sein. Für die Polizei wirft das Vorkommnis einige Fragen auf. Die Beamten hoffen nun auf Hinweise auf die beiden flüchtigen Männer. st

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