Enge Einfahrt: Autofahrer haben Schwierigkeiten mit der neugestalteten Parkplatzzufahrt. 

Beim Edeka 

Wo selbst der ADAC eine Reifenpanne hat

Der Parkplatz des Edeka-Centers nahe dem Brucker Bahnhof ist umgebaut worden. Eine Puchheimerin fuhr sich an den erhöhten Bordsteinen die Reifen platt. Dem extra angerückten Helfer vom ADAC ging es genauso.

Fürstenfeldbruck– Susanne Finke (Name geändert) ist stinksauer. Vor einigen Wochen hat sie sich am Edeka-Parkplatz an einer hohen Bordsteinkante einen Platten gefahren. Doch als ob das nicht gereicht hätte, passierte anschließend das: Der zur Hilfe geeilte „gelbe Engel“ im Form eines ADAC-Lkw holte sich bei Abtransport des beschädigten Autos selbst einen kaputten Reifen.

Tatsächlich lässt sich beobachten, dass die neue Gestaltung des Parkplatzes manchen Autofahrern Schwierigkeiten bereitet – vor allem, wenn es um die Orientierung geht. Pfeile oder Schilder sind nicht aufgestellt. Trotzdem: Bei Edeka versichert man, alle nötigen Bauauflagen erfüllt zu haben und dass zuletzt auch die Bordsteine an den Kanten abgerundet wurden.

Ende 2016 wurde der Parkplatz komplett umgebaut. Die Fahrer müssen ihre Autos nun, nachdem sie sich ein Ticket gezogen haben, in einem Einbahnstraßensystem durch die Parkplätze manövrieren. Auch die Stellplätze sind durch Bordsteine begrenzt.

Wie ein Edeka-Sprecher auf Nachfrage erklärt, mussten die Bauarbeiten im Winter unterbrochen werden. Die Bordsteine ragten weiter in die Höhe, als geplant. Erst nachdem Bauarbeiter vor einigen Tagen eine Deckschicht auftrugen, sind die Parkplätze fast ebenerdig. Der Chefplaner der Baustelle auf dem Parkplatz versichert: „Die Bordsteine entsprechen der Norm und sind gängige Hochbordsteine.“

Die Schranken an der Einfahrt gibt es schon länger. Den Grund, warum sie eingebaut wurden, erklärt ein Unternehmenssprecher: „Im Umfeld des Einkaufscenters sind mehrere Schulen und der Bahnhof. Deshalb wurden unsere Parkplätze häufig von Personen genutzt, die gar nicht bei uns eingekauft haben, und damit wurde potenziellen Kunden die Parkmöglichkeit genommen.“ Für Lehrer des nahen Gymnasiums wurden einige Plätze mit zugehöriger Parkkarte reserviert.

Susanne Finke gleichwohl fühlt sich von der Edeka-Geschäftsführung ignoriert. Ihr Problem sei kleingeredet worden. Sie sei lediglich mit einer Service-Hotlinenummer abgespeist worden. Laut Edeka ist dieses Vorgehen weder üblich noch gewünscht. Nun will sich das Unternehmen mit der Autofahrerin besprechen, um eine Lösung zu finden. (tel)

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