Ein Lärmschutzwall entlang der Straße
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Bei einem Ortstermin in Puch entstand die Idee eines Lärmschutzwalls (Symbolbild)

Aus dem Planungsausschuss

Wohngebiet in Puch: Diskussionen um Lärmschutz und Häuserzahl

  • Ingrid Zeilinger
    VonIngrid Zeilinger
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Im Stadtteil Puch soll in Richtung Bundesstraße ein neues Wohngebiet mit Mehrfamilienhäusern entstehen. Mit einer Skizze hat sich nun der Planungsausschuss befasst.

Puch – Es ist ein langer Prozess, länger als eigentlich gewollt: In Puch soll entlang der B 2 ein Areal mit Mehrfamilienhäusern entstehen. Zur B 2 bleibt ein Abstand von 20 Metern. Der Lärmschutz soll über einen Wall und die Gebäude erfolgen. Hin zur Ortsmitte sind rechts und links Einzel- und Doppelhäuser geplant. In einer Mulde in der Mitte könnte eine Gemeinschaftsfläche Grün ins Viertel bringen, berichtete Stadtplaner Markus Reize. Für die Erschließung schlägt die Verwaltung eine Stichstraße statt einer Ringstraße vor. Die Skizze hatten sich die Anwohner ursprünglich von der Verwaltung gewünscht, um die Planung zu beschleunigen.

Die Planungen laufen seit dem Jahr 1997. „Für die Bauwerber und Eigentümer ist es schon ein Trauerspiel“, sagte Hans Schilling (CSU). Das Wasserwirtschaftsamt habe sie nach dem Hochwasser gestoppt. Nun sei das Wasserrückhaltebecken errichtet worden. Doch auch danach bewege man sich mal vor, mal zurück. „Die Eigentümer sagen, schon langsam wird es Zeit.“ Viel Zeit sei auch durch die Einigungsbemühungen der Eigentümer vergangen, entgegnete Stadtbaurat Martin Kornacher.

Bei einem Ortstermin hatte sich der Ausschuss ein Bild von der Situation gemacht. Dabei entstand auch der Wunsch, ein autoarmes Quartier zu schaffen. Eine Idee war es, in dem Lärmschutzwall Garagen unterzubringen. Doch das ist laut Straßenbauamt nicht möglich, erklärte Reize. Einen Wall könne man ganz schick gestalten, etwa mit Terrassen, als Schlittenberg oder mit Rutschen, schlug Alexa Zierl (ÖDP) vor. „Und eine Photovoltaik-Anlage ist auch Lärmschutz.“

Georg Tscharke, Vorsitzender des Umweltbeirats, bat darum, noch einmal die Variante mit den Garagen im Lärmschutzwall zu prüfen. Alternativ schlug er vor, die Autos in einer Gemeinschaftsgarage am Anfang des Baugebietes unterzubringen. So könne man den Bereich zumindest verkehrsberuhigt machen.

In Puncto Straße warb Thomas Brückner (Grüne) für die Ringlösung – als Einbahnstraße mit einer Breite von 3,5 Metern. Das Wenden in Stichstraßen sei immer schwierig, ergänzte Andreas Lohde (CSU). Er gab zu bedenken: „Es ist kein Großinvestor, der ein Vorzeigeprojekt plant. Es sind normale Leute, deren Mittel begrenzt sind.“ Dem müsse man Rechnung tragen. Andere favorisierten dagegen die Stichstraße.

Christian Götz (BBV) fand die Zahl der geplanten Häuser auf dem Dorfanger zu hoch. „Das widerspricht unseren Planungsansätzen der Nachverdichtung.“ Auch missfiel ihm, die Mehrfamilienhäuser am Rand anzusiedeln, wo es mehr Lärm und Hochwassergefahr gebe.

Die Vorschläge der Ausschussmitglieder werden den Eigentümern mit der Skizze überbracht. Götz forderte zudem drei Planungsvarianten. Dem schloss sich der Ausschuss einstimmig an. Auch die Klimaneutralität soll das Planungsbüro darstellen.

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