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Josef Müller in einer nachgestellten Gefängnisszene, die in Berlin gedreht wurde.

Serie „Überführt“ mit Tatort-Pathologe

ZDF-Doku: Brucker Ex-Ganove ist sauer auf Tatort-Star

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Noch bevor die ZDF-Doku „Überführt“ über ihn ausgestrahlt wurde, hat sie der Brucker Millionenbetrüger Josef Müller scharf kritisiert. Er fühlt sich von Interviewpartner Joe Bausch vorverurteilt.

  •  Der Brucker Josef Müller saß wegen Millionenbetrügereien mehrere Jahre im Knast. Mittlerweile ist er bekennender Christ und Bestsellerautor (“Ziemlich bester Schurke“).
  • Der ZDF-Info-Kanal zeigte am Donnerstag (11. Mai) eine Dokumentation über ihn innerhalb der Reihe „Überführt“ mit Tatort-Pathologe Joe Bausch. 

Fürstenfeldbruck - Mehrere Jahre saß der Brucker Josef Müller wegen Millionenbetrügereien im Knast. 

Für die ZDF-Doku „Überführt“ ist er nun für ein paar Stunden nach Stadelheim zurückgekehrt. Die Innenszene im Gefängnis wurden allerdings in Berlin gedreht. Am Donnerstagabend wurde der Beitrag zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr mit Tatort-Schauspieler Joe Bausch als Interview-Partner auf ZDF-Info-Kanal erstmals ausgestrahlt.

Müller ist mittlerweile bekennender Christ und Bestsellerautor („Ziemlich bester Schurke“, „Go!“). Die Doku, die eigentlich seine Autobiografie werden sollte, hat der Hauptdarsteller bereits vorab gesehen und scharf kritisiert: „Der Film trifft nicht die Wahrheit. Ich werde wieder vorverurteilt, obwohl es Ziel ist, Menschen einen neuen Anfang zu ermöglichen.“ Der 60-Jährige tourt mittlerweile zu Vorträgen und Buchlesungen quer durch Deutschland und die Schweiz - meist auf Einladung christlicher Gemeinden. Auch bei den TV-Talkern Sandra Maischberger, Anne Will, Frank Plasberg und Markus Lanz war er Gast - meist, als die sich mit Steuerhinterziehung und Kapitalvermehrung beschäftigten.

Ein Großteil der Szenen wurde in und um Fürstenfeldbruck gedreht. Wann die Doku im Hauptprogramm des ZDF ausgestrahlt wird, ist noch unklar. Seit einem Autounfall als 18-Jähriger in der Hasenheide ist Müller auf den Rollstuhl angewiesen. Er war in der Münchner Schickimicki-Szene als Steuerberater in abenteuerlich-undurchsichtige Geldgeschäfte verwickelt und wurde von FBI und Mafia gejagt.

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