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Lässig: Die große Gruppe um Louis Dickhaut (vorne, 3.v.r.), Nico Pakai (2. Reihe, 2.v.r.) und Jonas Stadler (hinter der Kamera). Die drei betonen, dass es ohne die vielen Helfer nicht gehen würde.

Sie nennen sich "Only a few"

Shirts für Bruck- Freunde gründen eigenes Label

Fürstenfeldbruck - Wer sagt, Bruck kann nicht hip sein? Das Gegenteil beweisen gerade drei Freunde. Sie entwerfen Klamotten. Jetzt hat die Gruppe „Only A Few“ ihre ersten T-Shirts verkauft.

Wie alles angefangen hat, das wissen die Begründer Nico Pakai (21), Louis Dickhaut (20) und Jonas Stadler (20) gar nicht mehr genau. Vor etwa vier Jahren haben sich die jungen Männer bei der evangelischen Jugend kennengelernt. „Irgendwann hatten wir einfach Lust, unsere eigenen Klamotten zu machen“, erinnern sie sich. Damals holten sie T-Shirts von H&M und ließen sie mit ihren eigenen Designs bedrucken.

Modern: Eines der Shirts, die „Only A Few“ entworfen haben.

Nach einer sechsmonatigen Pause gehen sie jetzt in die Vollen. Sie entwarfen eine neue Kollektion, erstellten eine Website samt Online-Shop und feierten ihre Gründungs-Party in der ehemaligen Bäckerei Buchauer. „Wir dachten, nach einer arbeitsintensiven Phase kommt wieder eine Pause. Aber es geht immer weiter“, sagt Dickhaut. Es geht weiter damit, Shirts aufwändig zu bedrucken und sie zu batiken – alles per Hand. Als nächstes soll der Internet-Shop online gehen.

Einen genauen Plan haben die drei Brucker allerdings nicht. Es geht ihnen nicht um möglichst viel Absatz. „Wir wissen jetzt noch nicht, wo wir damit hinwollen“, sagt Nico Pakai und lacht. Primär wollten sich die drei kreativ ausleben, sagt Jonas Stadler. Doch mehr als ein Hobby ist es für den Grafiker Pakai und die angehenden Studenten Stadler und Dickhaut schon.

„Bricks of the Gutter“ haben sie ihre erste Kollektion genannt. „Gutter“ heißt so viel wie „Gosse“ – der Ausdruck bedeutet laut den Schöpfern, dass auch Verfallenes seinen eigenen Charme haben kann. Abgeleitet ist es von einem Song des Rappers Yelawolf („Born in the Gutter“). Diesen Titel wiederum hat schon Rap-Übervater 2Pac benutzt.

Man merkt, die künstlerische Sozialisation von „Only A Few“ (nur ein paar) kommt zumindest zu einem gewissen Grad aus der Hip-Hop-Ecke. Der rebellische Aspekt des Hip-Hop ließ sich für die drei Künstler nie auf die Musik beschränken. Er hat sich auch immer auf die Mode übertragen. Und so wundert es nicht, dass auf den Shirts teils in dicken Buchstaben provokante einzelne Worte oder Sätze stehen. Die Label-Gründer haben bei der kreativen Arbeit einen hohen Anspruch an sich selbst. Man erkennt den unbedingten Stilwillen, der sich als roter Faden durch Produkt und Präsentation zieht: Die eigens für die Release-Ausstellung gefertigte Zeitung im Katalog-Stil. Der langsam aufziehende Banner auf der Homepage mit plötzlich einsetzenden dröhnenden Beats. Man erkennt, wie viel Leidenschaft und Detailverliebtheit in dem Projekt steckt. Da wirkt es fast ein wenig bescheiden, wenn Nico Pakai sagt: „Wir machen es so, dass es uns gefällt. Wenn es jemand anderem taugt, dann ist das schön.“

von Fabian Dilger

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