Zugunglück im Hauptbahnhof von Salzburg - viele Verletzte

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Die Busse sollen an Aich vorbeifahren, fand ein Bürger

Bürgerversammlung

Zu viele Busse: Anwohner in Aich sind genervt

Neue Linienbusse, die zu oft fahren, fehlende Gehwege und zu enge Straßen für die Landwirtschaft: Der Verkehr im Brucker Stadtteil war bei der Bürgerversammlung in Aich das beherrschende Thema.

Aich – Alt-OB Sepp Kellerer kritisierte die vielen Busse, die seit dem Fahrplanwechsel im Dezember in Aich halten: „Was in letzter Zeit an Buslinien auf uns losgelassen wird, ist fast ein bisschen zu viel.“ Gefährlich werde es laut Kellerer, wenn sich zum Beispiel zwei Busse innerhalb des Ortes begegnen. Dann werde es auf der Straße nämlich ziemlich eng. „Es ist für Kinder ausgesprochen gefährlich“, sagte Kellerer.

Ein weiterer Kritikpunkt: Manche Busse seien nur spärlich besetzt oder sogar leer. Die Verdichtung des Fahrplanes koste den Landkreis Summen, welche die Stadt Fürstenfeldbruck dann indirekt über die Kreisumlage mitbezahle, argumentierte Kellerer. Er hält einen Stundentakt für Aich für ausreichend: „Das Angebot, das wir jetzt haben, ist für Aich überdimensioniert.“

Große, leere Busse sind auch Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) ein Dorn im Auge. Man habe schon mehrere ähnliche Rückmeldungen von anderen Bürgern erhalten. Ob man jedoch kleine oder große Linienbusse einsetze, koste gleich viel, so die Aussage von Landratsamt und den beteiligten Busunternehmen.

Fahrgastzahlen beantragen

Die Stadt will die Situation auf den MVV-Linien nun bis Juli beobachten: „Dann werden wir vom Landratsamt beantragen, die Fahrgastzahlen zu erhalten.“ Man könne sich durchaus überlegen, ob zu ruhigen Zeiten wieder ein Stundentakt angebrachter wäre – zum Beispiel abends beim 820er nach Starnberg, sagte Raff. Eine Bürgerin unter den rund 45 Besuchern im Gemeindehaus fragte nach, warum nicht mehr Busse an der Staatsstraße außerorts halten. Dann müssten sie nicht durch Aich hindurch. „Die Leute gehen nicht bis an die Staatsstraße“, sagte Raff. Wenn die Haltestelle nicht gut zu Fuß erreichbar sei, dann steige der Fahrgast lieber gleich ins Auto.

Andere Verkehrsprobleme machten einer Bürgerin aus dem Weilerweg Sorgen. Sie haben ebenfalls mit dem Bus zu tun. Ihr Sohn müsse für den Schulweg bis zur Haltestelle gehen – allerdings hat die Straße dort keinen Bürgersteig und keine Beleuchtung. Autos, Lastwagen und Busse fahren jedoch nach ihrer Aussage dort viel zu schnell und gefährden so Fußgänger. „Ohne Gehweg ist das echt eine Hausnummer“, sagte sie. Raff versprach, dass man die Sorge ernst nehme und über eine Geschwindigkeitsbegrenzung nachdenke.

Nicht über fahrende, sondern über parkende Autos ärgerte sich Sepp Kellerer junior. Wenn er nämlich mit großen landwirtschaftlichen Maschinen zu seinen Feldern wolle, könne es vorkommen, dass er umkehren müsse, erzählte er: „Ich muss die ganze Straße zurückfahren.“ Der Grund: Die Straßen seien oft so zugeparkt, dass es kein Durchkommen gebe. OB Raff meinte, man müsse auf betroffenen Straßen über ein absolutes Halteverbot nachdenken, im Notfall sogar über eine Feuerwehranfahrtszone.

Ein Dankeschön von der Stadt erhielt der Aicher Heinrich Schwarz. Er ist schon seit Jahrzehnten in der Feuerwehr aktiv, seit 45 Jahren ist er Ehrenamtler. Knapp 41 Jahre davon war er auch Kommandant, ehe er das Amt Ende Januar übergab. Zudem ist er schon seit 22 Jahren Kreisbrandmeister. (fd)

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