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Premiere in der Weihnachtszeit: Zwei Chöre machen gemeinsame Sache

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Freuen sich auf das Gemeinschaftsprojekt: Claudia Frisch, Vorsitzende Philharmonischer Chor, und Martin Thoma, Vorsitzender Bach Chor.
Freuen sich auf das Gemeinschaftsprojekt: Claudia Frisch, Vorsitzende Philharmonischer Chor, und Martin Thoma, Vorsitzender Bach Chor. © PETER WEBER

Zur Weihnachtszeit gibt es im Veranstaltungsforum Fürstenfeld eine Chor-Premiere: Der Philharmonische Chor und der Bach Chor tun sich zusammen.

Fürstenfeldbruck – Zum ersten Mal wird im Fürstenfelder Stadtsaal das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach in einer Gemeinschaftsproduktion beider Chöre gesungen. Am Ende sind es zwei Abende, an denen Konzertliebhaber den Bach-Klängen lauschen können.

Nach Corona

Normalerweise stimmen sich die beiden Chöre immer ab, um Programmüberschneidungen zu vermeiden, doch dieses Jahr ist es anders. Nachdem der Bach Chor coronabedingt das bekannte Stück 2020 sowie 2021 nicht aufführen konnte, sollte es dieses Jahr unbedingt verwirklicht werden. Doch diesen Plan hatte auch der Philharmonische Chor. Kurzerhand kam den beiden Chören die Idee, das Werk aufzuteilen. „Da das Gesamtstück insgesamt um die vier Stunden dauert, fanden wir es eine gute Idee, es aufzuteilen“, erklärt Martin Thoma, Vorstandsvorsitzender des Bach Chores.

Während der Bach Chor die Kantaten eins bis drei aufführen wird, bringt der Philharmonische Chor die Kantaten vier bis sechs zu Gehör. Beide Chöre ergänzen das Programm jeweils um ein Magnificat. Der Bach Chor führt das Magnificat von Jan Dismas Zelenka auf. Der Philharmonische Chor ergänzt das Weihnachtsoratorium mit dem Magnificat von Bach. Musikalisch begleitet wird der Bach Chor in bewährter Weise vom Bach Orchester Fürstenfeldbruck.

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Claudia Frisch, Vorstandsvorsitzende des Philharmonischen Chores, freut sich besonders auf dieses Stück. „Es gehört einfach zur Weihnachtszeit dazu“, sagt sie. „In den Proben verursacht die Stimmung bei mir bereits Gänsehaut, und ich muss teilweise mit den Tränen ringen.“ Die tiefe Gläubigkeit von Johann Sebastian Bach würde in dem Stück deutlich spürbar werden.

Man hilft sich gegenseitig

Besonders schön an den beiden Chören findet Claudia Frisch, dass es kein klassisches Konkurrenzdenken gibt. Man unterstützt sich gegenseitig. So gibt es auch Sänger, die in beiden Chören mitsingen, da sie gerne beide Teile des Weihnachtsoratoriums singen. Das freut vor allem die Vorstände Frisch und Thoma.

Gerade nach der langen Corona-Pause, die auch in den Chören einen Schwund bei den Mitgliedern verursacht hat, sind beide froh, dass das Weihnachtsoratorium alte wie auch neue Sänger anzieht. So geht der Philharmonische Chor mit rund 80 und der Bach Chor mit circa 100 Sängern auf die Bühne.

Musikliebhaber, die sich beide Konzerte anhören möchten, können Kombitickets erwerben. Diese gibt es an der Vorverkaufsstelle des Fürstenfelders sowie über die Internetseite Reservix.de. Der Bach Chor führt seinen Teil am 10. Dezember im Stadtsaal Fürstenfeld auf, unter der Leitung von Gerd Guglhör. Das Konzert des Philharmonischen Chors findet am 26. Dezember unter der Leitung von Andreas Obermayer ebenfalls im Stadtsaal statt. (ANTONIA PLAMANN)

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