Verrückte Welt!

Brucker ILS rettet Mann in Spanien

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Fürstenfeldbruck - Ein Urlauber erlitt einen Schlaganfall. Doch er konnte die spanischen Rettungskräfte nicht erreichen. Also telefonierte er in die Heimat.   

Sie kümmert sich um Notfälle in vielen Landkreisen: die Integrierte Leitstelle (ILS). Doch dieser Alarm betraf nicht Bruck, Dachau, Starnberg oder Landsberg. Es galt einen Menschen in Spanien zu retten.

Ein besorgter Germeringer meldete sich eines Abends bei der ILS. Sein Bekannter hatte im Urlaub in Barcelona einen Schlaganfall erlitten: Zwar gilt der Notruf 112 in ganz Europa, aber im Urlaubsort des Patienten gab es Probleme mit dem Handynetz.

Als der Germeringer davon erfuhr, wählte er seinerseits die Rettungsnummer – und fand in Bruck ein offenes Ohr. Während die ILS dem Anrufer Anweisungen gab, es in Barcelona über Festnetz oder ADAC-Notruf zu versuchen, kontaktierten die Rettungsprofis das Generalkonsulat in Spanien. Als dort niemand abhob, versuchten sie es weiter bei der Deutschen Botschaft in Madrid. Volltreffer!

Die Botschaft aktivierte das Auswärtige Amt. Dieses alarmierte endlich den zuständigen Rettungsdienst in Spanien. Das Ganze dauerte keine 30 Minuten. Dann kam ein Krankenwagen bei dem Patienten an. Der wurde in Spanien in die Klinik gebracht – der Brucker ILS sei’s gedankt.

Rubriklistenbild: © dpa

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