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Derzeit ein seltenes Bild: Petra Mayr (l.) übergibt einem Gast im Hotel Post den Schlüssel zu seinem Zimmer. Die Buchungen laufen nach der Corona-Pause erst wieder schleppend an.

Fürstenfeldbruck

Weiterhin viele leere Betten in den Hotels

Leere Hotelbetten brachte die Corona-Pandemie seit dem Lockdown im März mit sich. Seit einigen Wochen dürfen die Beherbergungsbetriebe aber wieder Buchungen von Touristen annehmen. Doch das Geschäft läuft in derKreisstadt weiter zäh.

Fürstenfeldbruck„Fürstenfeldbruck ist nun ja nicht das Urlaubsziel Nummer eins“, sagt Theresa Hartmann vom gleichnamigen Brucker Hotel. In den Landkreis komme man eher für Tagesausflüge, für die aber keine Übernachtungen benötigt werden. Eine Zunahme an touristischen Buchungen konnte Hartmann nach den Corona-Lockerungen jedenfalls noch nicht erkennen.

Positiv verzeichnet Hartmann wenigstens die Pfingstferien. „Da haben ein paar Radfahrer auf ihren Touren einen Zwischenstopp für eine oder zwei Nächste eingelegt“, berichtet sie. Ansonsten laufe das Geschäft aber derzeit ganz ruhig. „Die Leute reisen derzeit noch nicht, wenn sie nicht müssen“, hat die Hotelierin beobachtet. Sie hofft nun auf den August: „Eventuell übernachtet da noch der eine oder andere auf der Durchreise in Fürstenfeldbruck.“

Hoffnung auf viele Deutschland- Urlauber

Auf regen Durchreiseverkehr im Sommer hofft auch Ludwig Weiß vom Hotel Post, wenn Inlandsurlauber auf dem Weg in die verschiedenen Teile Deutschlands durch die Große Kreisstadt fahren. Daneben kann Weiß in seinem Hotel zumindest wieder Tagungsgäste begrüßen. „Und auch vereinzelte Fahrradgäste kommen verstärkt“, sagt Weiß weiter. Lediglich die Geschäftsreisenden blieben derzeit noch aus. Dennoch sagt Weiß, dessen Hotel seit 400 Jahren eine Institution in Bruck ist: „Das Geschäft geht langsam wieder los. Wir sehen positiv in die Zukunft.“

Ganz so rosig sieht es für das Hotel Fürstenfelder nicht aus. Der Beherbergungsbetrieb beim Veranstaltungsforum lebte schon vor Corona nicht von touristischen Buchungen. „Wir haben einen Ruf als Tagungshotel“, sagt Geschäftsführer Gerhard Kohlfürst. Er stößt zudem ins gleiche Horn wie Hartmann: „Fürstenfeldbruck ist keine Feriendestination.“

Kaum Tagungen – kaum Geschäfte

Die Lockerungen bei den Tourismus-Buchungen gehen am Fürstenfelder praktisch völlig vorüber, sagt Kohlfürst. Nur wenig Erleichterung brachte, dass zumindest auch kleinere Tagungen wieder möglich sind. „Wir haben trotzdem nur etwa zehn Prozent Belegung.“ Die Firmen würden kaum Leute auf Tagungen schicken, die Veranstaltungsbranche liege weiter brach.

Gerhard Kohlfürst hofft, dass der Veranstaltungssektor wenigstens im September wieder anlaufen kann. Dennoch wagt er eine düstere Prognose: „Das restliche Jahr wird für uns ein Kampf.“ Zumal der Hotelier auch nicht glaubt, dass sein Betrieb von Inlandsurlaubern profitieren kann.

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