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Im September wurde die neue Mehrzweckhalle im Schwaigfeld eröffnet. 18 Großveranstaltungen pro Jahr hat das Landratsamt genehmigt.

Wohngemeinschaft im Schwaigfeld befürchtet Lärm

Klage gegen zu viel Feste in Mehrzweckhalle

Olching - Die Mehrzweckhalle im Olchinger Schwaigfeld erhitzt weiterhin die Gemüter. Die benachbarte Senioreneinrichtung will, dass nur zwei Großveranstaltungen im Jahr dort stattfinden – und hat Klage eingereicht.

Mehr Platz für die Sportvereine, aber auch für Veranstaltungen: Das waren unter anderem die Gründe, warum sich der Stadtrat zum Bau der Mehrzweckhalle im Schwaigfeld entschlossen hat. Seit Mitte September ist die Halle nun in Betrieb. 18 Großveranstaltungen pro Jahr hat das Landratsamt im Sommer genehmigt.

Gemeinschaft will nur zwei Veranstaltungen

Doch der Gemeinschaft Seniorengerechtes Wohnen mit Pflege, die sich in direkter Nachbarschaft befindet, ist das zuviel. Sie will, dass lediglich zwei Großveranstaltungen im Jahr in der Mehrzweckhalle stattfinden: die Inthronisation des Olchinger Prinzenpaares und das Starkbierfest – so wie es ein Bescheid des Landratsamtes vom 23. Juli 2012 vorgesehen hatte. Inzwischen liegt aber eine neuer Bescheid vor, der bis zu 18 Großveranstaltungen erlaubt. Gegen diesen klagt die Wohngemeinschaft.

„Es geht dabei nicht um den Sportbetrieb, sondern um sonstige nicht-sportliche Großveranstaltungen“, sagt Anwalt Ewald Zachmann, der die aus 88 Parteien bestehende Wohngemeinschaft vertritt und auch innerhalb des Areals wohnt. „Die weitere Genehmigung ist völlig überzogen.“ Der Klägerseite geht es vor allem um den Lärm, den Großveranstaltungen mit sich bringen, insbesondere um den Ab- und Anfahrtsverkehr. Bezüglich der Immissionswerte ist die Wohnanlage als allgemeines Wohngebiet eingestuft. Zachmann argumentiert aber, dass die Anlage als Pflegeanstalt einzuordnen ist und deshalb eines besonderen Schutzes bedarf.

Stadt soll sich wehren

„Diese Klage zielt darauf ab, Sport, Kultur und gesellschaftliches Leben in Olching drastisch zu beschneiden“, sagt CSU-Fraktionschef Tomas Bauer. Denn die ursprüngliche Genehmigung, deren Wirksamkeit die Kläger fordern, sieht vor, „dass außerschulische Nutzungen sowohl in der Schule als auch in der Dreifachturnhalle als Versammlungsstätte nur tagsüber stattfinden, also um 22 Uhr enden.“ Jubiläumsfeiern einer Feuerwehr oder große Konzerte wären dort dann verboten, so Bauer. Zudem müssten alle kleinen Sportveranstaltungen einschließlich Duschen und Umkleiden bis 22 Uhr beendet sein. Die CSU-Fraktion hat nun die Stadt aufgefordert, sich gegen die Klage zu wehren.  (ed)

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