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B irgit Weiß leitet künftig die Fürstenfeldbrucker Caritas-Kreis-Geschäftsstelle.

Neustart

Wechsel an der Spitze: Caritas unter neuer Leitung

Birgit Weiß ist die neue Chefin des Fürstenfeldbrucker Caritas-Kreisverbands. Sie tritt damit die Nachfolge von Claudia Ramminger an.

Landkreis – Mit dem 1. November wird ein Wechsel in der Kreisgeschäftsführung des Caritas-Zentrums geben. Die 47-jährige Birgit Weiß wird das Amt von Claudia Ramminger übernehmen, die zehn Jahre lang die Leitung inne hatte. Ramminger wechselt in die Diözesangeschäftsführung der Malteser im Bistum Bamberg und verlegt ihren Lebensmittelpunkt von Eichenau nach Nürnberg.

Ihre Nachfolgerin Weiß war bisher als Fachdienstleiterin Stationäre Jugendhilfe im Caritas-Zentrum in Garmisch-Partenkirchen tätig. Die familiären Wurzeln der neuen Leiterin liegen zwar in Murnau, doch den Landkreis Fürstenfeldbruck kennt sie dank ihrer drei sportbegeisterten und inzwischen erwachsenen Kinder seit langem aus einer besonderen Perspektive. „Ich kenne wohl alle Sporthallen.“ Sie habe hier bei diversen Wettkämpfen viele Wochenenden verbracht.

Dekan Albert Bauernfeind unterstützt Caritas-Chefin Birgit Weiß

Die Einarbeitung in ihr neues Amt sei reibungslos erfolgt, so Weiß bei der offiziellen Abschieds- und Begrüßungsfeier im Eichenauer Pfarrzentrum. Ramminger erklärte dazu, sie übergebe gewissermaßen eine Wertschätzung, welche die Caritas stets durch den politischen Landkreis, die im sozialen Bereich tätigen Organisationen und das Dekanat erfahren habe. Stellvertretend benannte sie Dekan Albert Bauernfeind. Ohne ihn hätte es das Brucker Fenster – ein Weltladen mit Café – in Fürstenfeldbruck nie gegeben, sagte sie.

Darauf eingehend bezeichnete es Brucks Zweiter Bürgermeister Christian Götz als positiv, wenn die Stadt durch eine solche soziale Einrichtung mit geprägt werde. Götz verwies zudem auf die schlagkräftige Hilfeleistung, welche die Caritas bei der Flüchtlingsproblematik geleistet habe. Auch durch dieses Engagement habe Ramminger die soziale Landschaft im Landkreis mit geprägt, so Landrat Thomas Karmasin. Er habe bei der Caritas stets Verständnis erlebt. „Auch wenn Positionen manchmal gegensätzlich waren“, so Karmasin. Das habe an den Mitteln des Kreishaushalts gelegen, die kein ständig geöffneter Wasserhahn seien.

Eichenaus Pfarrer Martin Bickl hob als Vorsitzender des Caritas-Kuratoriums hervor, dass Ramminger für eine geerdete Caritas stehe. Eine Eigenschaft, welche die bisherige Kreisgeschäftsführerin auch der Politik abverlangt: „Es macht mir Angst, wenn Ministerpräsident Seehofer die rechte Flanke schließen will.“ Ramminger rief Karmasin auf, die richtige Verbindung zur Menschlichkeit zu halten.

von Hans Kürzl

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