Fürstenfelder Gartentage: Ansturm auf die grüne Oase

Fürstenfeldbruck - Der Garten gilt als grüne Oase zum entspannen und genießen. Doch immer mehr entdecken wieder die Lust, dort Obst und Gemüse anzubauen. Anregungen geben die Fürstenfelder Gartentage.

Eine stille Oase ist das Freigelände beim Kloster in dieser Zeit allerdings nicht. Schon vor der Eröffnung bildeten sich am Freitag Schlangen an den Kassen. Um 10 Uhr war kaum noch ein Parkplatz zu bekommen. Ob’s am diesjährigen Thema Nutzgarten liegt? Organisator Martin Lohde nennt noch einen anderen Grund, der den Gartentagen bei der 11. Auflage einen neuen Zuschauerrekord bescheren könnte: „Das Wetter ist perfekt, die Prognose gut.“

Auf dem Ausstellungsgelände sprießen Salatköpfe. Es duftet nach Basilikum, Schnittlauch und Salbei. Erste kleine rote Paprika leuchten in einem liebevoll angelegten Beet. Der Trend geht wieder hin zum Garteln. Diejenigen, die schon lang leidenschaftlich Pflanzen säen und Unkraut jäten, decken sich mit diversen Tomantensorten von Bärlauch bis Picolino ein. „Das Garteln ist mein Hobby“, erzählt etwa Jakob Steinhardt. Der Münchner freut sich jedes Jahr, wenn Paprika, Kohlrabi und Salat in der grünen Oase reifen.

Fürstenfelder Gartentage: Ansturm auf grüne Oase

Fürstenfelder Gartentage: Ansturm auf die grüne Oase

Und selbst das Gärtnern auf Balkonien wird immer praktischer. Sogar Kartoffeln lassen sich auf ein paar Quadratmetern anbauen. Einen Sack, etwas Erde und Wasser - mehr braucht es nicht, erklärt Simone Dappert aus Grafrath.

Das Pflänzchen ist schon im Plastiksack. „Der hält die Kartoffel rundrum warm.“ Bis zu einem halben Meter hoch wird die Pflanze. Mit der Zeit krempelt man einfach die Tüte etwas hoch und schaufelt Erde nach. „Der Ertrag sind zwei bis drei Kilo“, verspricht die Gärtnerin. Verwendet werden Gattungen, die sich fürs Feld nicht eignen, darunter exquisite wie Bamberger Hörnchen, Rote Tannenzapfen und Blaue Elise.

Mit kleinen Pflanzkästen lassen sich auch Salat, Auberginen, Tomaten und Paprika auf dem Balkon ziehen. „Die Wand wärmt dabei“, erklärt Gernot Korsok-Pokorny. Der Eglinger bietet Hochbeete an, auch mit Glasfenster als Mini-Gewächshaus. Die Nachfrage ist groß. „Der Zeitgeist ändert sich, die Bio-80er-Welle wiederholt sich.“ Auch deshalb hat Organisator Lohde das Thema für die Gartentage gewählt. Allerdings hätte er sich gewünscht, dass mehr in diese Richtung ausgestellt würde. Doch es gebe passendes, wie Kräuterregale, in denen sich etwa Basilikum anpflanzen lässt. „Man hat es griffbereit in Küchennähe“, Aussteller erklärt Guntram Ball.

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