Fursty: Flugsportgruppe will Sonderlandeplatz im Militärgelände

Fürstenfeldbruck/Maisach - Haben die Maisacher bald Pest und Cholera gleichermaßen am Hals? Dieser Eindruck verstärkt sich jedenfalls bei einigen Bürgern.

Denn die Chance steigt, dass die Flugsportgruppe dauerhaft auf dem Militärgelände unterkommt, während auch die Traber und BMW immer näher rücken.

Das Ende der Zivilflieger bedeutet nicht das Aus der Flugsportgruppe. Das deutet sich schon seit mindestens zwei Jahren an, sorgt derzeit aber vermehrt für Diskussionen, nachdem die Bürgerinitiative gegen Fluglärm (BI) das Thema neu für sich entdeckt hat.

Die Flugsportler können im Moment mit einer mittlerweile verlängerten Ausnahmegenehmigung von einer rund 900 Meter langen Startbahn vom Militärgelände aus starten. Im Hintergrund bereitet der Verein derzeit den Antrag auf Genehmigung eines Sonderlandeplatzes im Militärgelände vor. Wie Flugsport-Chef Jan Herchenröder berichtet, will man allerdings erst die Verfahren abwarten, die die Zivilflieger angestrengt haben. Ende April hofft man, den Genehmigungsantrag bei der Regierung einreichen zu können.

Herchenröder schwebt eine Genehmigung für um die 8000 Luftbewegungen im Jahr für Flieger bis zwei Tonnen vor. Aufs Gelände sollen nur Maschinen dürfen, die dem Verein angehören. Herchenröder und seine 250 Mitglieder - darunter 100 Aktive - möchten sieben Tage die Woche fliegen dürfen. Am Abend soll spätestens 30 Minuten nach Sonnenuntergang Schluss sein.

Am Wochenende soll eine Mittagspause von 11.30 bis 13 Uhr gelten - eine Regelung, die jetzt nicht in Kraft ist, aber freiwillig eingehalten wird, wie Herchenröder sagt. An Sonntag- und Feiertagen soll es keine Platzrunden geben. Das Vorgehen sei mit der Regierung abgesprochen und auch die umliegenden Gemeinden seien informiert, sagt Herchenröder, der sich etwas über die Aufregung wundert. Denn vor zwei Jahren sei ihm aus der BI signalisiert worden, dass sie nur gegen die Zivilflieger, nicht aber gegen die Sportler vorgehen wolle. Die Argumente jetzt erscheinen ihm deshalb als „opportunistisch“.

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