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Fursty: Karl-Gruppe hält an Traber-Plänen fest

Maisach - Immer wieder werden Gerüchte laut, wonach die geplante Ansiedlung der Traber in Maisach zu scheitern droht. Was sagt der Traber-Investor dazu?

Trotz der Zeitverzögerung steht der millionenschwere Bauunternehmer Günther Karl aus dem niederbayerischen Innernzell zu seinen Plänen. Er hofft, bald möglichst mit dem Bau der Rennbahn und der Nebenanlagen beginnen zu können, ist aber mit der Entwicklung nicht ganz glücklich. „Jetzt fällt meine Gutheit auf mich zurück“, klagte Günther Karl im Gespräch mit dem Tagblatt. Denn ursprünglich habe er geplant, die Rennbahn in Dingolfing zu bauen. Dann aber sei er auf den Wunsch des Trabrennvereins eingegangen, die Bahn in Maisach auf dem ehemaligen Fliegerhorst-Gelände zu errichten. Die Nähe zu München sei ein Argument gewesen. Er habe gedacht, dass dies zeitnah zu realisieren sei. Dann aber habe sich gezeigt, dass die Pläne nicht so schnell wie gedacht umzusetzen sind. „Das Genehmigungsverfahren zieht sich“, sagt Karl. Nicht wegen der Traber, wie er betont. Sondern „verursacht durch Dritte“.

Tatsächlich hatte man mit einem Baubeginn im Herbst 2010 gerechnet. Unter anderem der Naturschutz - große Teile der Flächen sind Flora Fauna Habitat - machte die Planungen schwieriger.

Weil die Traber ihre Bahn in Daglfing nur mit großem Defizit betreiben können, finanziert Karl den Verein seit dem Rückzug des Vermarkters Win Race im Juni 2010. Der will erst wieder Mittel zur Verfügung stellen, wenn in Maisach die Baugenehmigung vorliegt. Er müsse wegen dieser Konstellation „a bisserl ins Gras beißen“, kommentierte Karl, der, wie er sagt, in das Projekt schon einiges investiert hat. Gerüchte, wonach er plane, die Maisacher Anlage nur noch in abgespeckter Form errichten zu wollen, dementiert Karl ebenfalls. Es gebe keine geänderten Planungen. Jetzt wo die Flieger weg seien, sei es doch nur positiv, wenn eine Trabrennbahn nach Maisach komme. Er geht davon aus, dass die Baugenehmigung heuer im Sommer vorliegen wird.

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