Losfee Martina Farmbauer in Rio.

Ein Modell für Deutschland?

Bullachs bayerische Glücksfee lost Brasiliens Erstliga-Schiris aus

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Rio de Janeiro/Geiselbullach - Die historische WM-Klatsche liegt zwar schon zwei Jahre zurück. Trotzdem leidet Brasiliens Fußball noch immer am Deutschland-Syndrom. Nun hat eine junge Frau aus Geiselbullach quasi eine therapeuthische Vermittlerrolle übernommen.

Martina Farmbauer, eine für das Goethe-Institut in Rio tätige deusche Journalistin mit Tagblatt-Wurzeln, schritt als Losfee auf die große Bühne von Rio. Zu ziehen waren aber keine Pokalbegegnungen wie in Deutschland üblich. Vielmehr lagen in der Glückstrommel die Namen von Brasiliens Schiedsrichter-Elite. Denn was hierzulande schier undenkbar ist, gehört im südamerikanischen Fußball-Eldorado zum alljährlichen Saisoneröffnungs-Ritual: Jeder Erstliga-Partie werden die Unparteiischen zugelost. Heuer war das der Job der Geiselbullacherin.

In Brasilien soll so Mauscheleien und Wettbetrug vorgebeugt werden. In Deutschland ist es üblich, dass Funktionäre des Fußballverbandes die Referees Woche für Woche neu einteilen. Das gilt von der Bundesliga bis ganz runter in die C-Klasse. Sofern für die so genannten "Hammelklassen" überhaupt noch geprüfte Unparteiische gefunden werden. Meist werden für unterklassige Partien und Juniorenspiele "geeignete Sportkameraden" von den jeweils beteiligten Mannschaften mit der Pfeiferei beauftragt.

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