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So sah der Innenraum des Restaurants aus, nachdem der Jaguar in die Fensterscheibe gekracht war. 

Mit neuem Jaguar

Gang verwechselt: Sportwagen kracht in Restaurant

Emmering - Erst dachte Concetinna Di Gorga, es hätte eine Explosion gegeben, als sie am Donnerstag gegen 10.30 Uhr einen lauten Knall hörte. Doch als sie in das Restaurant unter ihrer Wohnung an der Hauptstraße kam, erwartete sie eine Überraschung.

Mitten im Speisebereich stand ein brandneuer Jaguar. Die Schnauze ragte weit in das Lokal hinein. Die Fensterscheiben hinter der schmalen Terrasse waren geborsten, die Glassplitter verteilten sich im Restaurant. Auch einen größeren Blumentopf hatte das Auto in den Laden hineingeschoben, einen Tisch demoliert. Concettina Di Gorgas Mann Roberto - der sich zum Unfallzeitpunkt im hinteren Teil des Restaurants befand - hatte den lauten Knall ebenfalls gehört. Sein erster Gedanke, als er das Auto sah: "Da ist es wohl jemandem hinter dem Steuer gesundheitlich nicht gut gegangen, deshalb der Unfall." 

Doch schnell stellte sich heraus, dass der 67-jährige Autofahrer wohl mit der Bedienung des Sportwagens nicht klar gekommen war. Das Auto hatte sich der Mann erst vor wenigen Wochen gekauft. Er wollte eigentlich vor der Pizzeria parken. Statt aber das Automatik-Getriebe auf "Parken" zu stellen, wählte er laut Polizei den "Drive"-Modus - der Wagen machte einen Satz nach vorne und landete in der Fensterscheibe. 

Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, laut der Polizei entstand aber Sachschaden in Höhe von rund 35 000 Euro. Der Wagen musste abgeschleppt werden.

Die Betreiber des Restaurants nehmen es gelassen. "Wir haben innerhalb von einer Stunde alles aufgeräumt", sagt Roberto Di Gorga und lacht. Seine italienische Lebensfreude lässt er sich von dem Vorfall nicht verderben. Seine Frau und er bedienten am Nachmittag schon wieder ihre Gäste. "Wir hatten eben eine Reservierung, da muss es schnell gehen", so die Gastronomen. Bis der Glaser kommt und die Scheibe repariert, wird es aber noch ein wenig dauern. "Dann ist es eben etwas luftiger", sagt Roberto Di Gorga. 

vu

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