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Gelungener Auftritt: die Showtanzgruppe "Spirit of Motion" der gastgebenden Faschingsgilde Olching.

Gardefestival der Faschingsgilde

Selten ist man den Tänzern so nah

Olching/Gernlinden - Das die Faschingsgilde Olching ihr traditionelles Gardefestival immer im Nachbarort Gernlinden steigen lässt, hat einen Grund: Im Bürgerzentrum ist die Nähe zum Publikum besonders intensiv.

„Das ist wie im engen Fußballstadion“, erklärt FGO-Hofmarschall Guido Amendt. Die rund 300 Besucher erleben das Gardefestival hautnah, können in den ersten Reihen fast den Atem der auftretenden Gruppen spüren. Deswegen zieht es die FGO, obwohl als Verein in Olching zu Hause, gerne in den Maisacher Ortsteil. „Hier springt der Funke schnell über.“

Dem kann Adalbert Heim, Vorsitzender der Olchinger Tanzfreunde (OTF), ohne Zögern zustimmen. „Man muss einen Draht zu den Leuten bekommen, für die man auftritt“, nennt Heim das Erfolgsrezept eines gelungenen Auftritts. Damit das gelingt, müsse man bei jedem Auftritt sein bestes geben. Heim weiß, wovon er spricht. Schließlich gehört er selbst zuden Tänzern des OTF-Männerballetts. Das Gardefestival ist für ihn und seine Mittänzer einer der Höhepunkt in der Faschingssaison. „Weil wir hier als einziges Männerballett auftreten“, erklärt er. Dass man in Gernlinden seit Jahren den Schlusspunkt beim Gardefestival setzen darf, empfindet Heim als wunderbare Sache.

Den Spitzenplatz auf der Beifallskala teilten sich die Olchinger Herren mit einem Premierengast aus Schwaben. Das Faschingskomitee Mering faszinierte nicht nur mit zehn Kostümwechseln, sondern auch mit einem musikalischen „Wonderland“, so das Motto. Irische Klänge waren ebenso zu vernehmen wie Musik aus Südamerika und aus dem Wilden Westen. Amendt, durch seine Showtanzgruppe selbst hohes Niveau gewohnt, war beeindruckt. Sein Kommentar: „Grandios.“

Bilder: Olchinger Gardetreffen in Gernlinden

Genauer hingesehen hat da auch der Brucker Gildemeister Daniel Brando. Normalerweise hole man sich die Ideen für Kostüme und Shows eher aus aktuellen Musicals oder Filmen, erklärt er. „Wenn eine Gruppe aus einem weiter entfernten Ort kommt, kann man sich schon mal eine Anregung holen“, findet er. Bei benachbarten Showtanzgruppen Ideen abzukupfern sei dagegen verpönt. Da sei es wichtig, dass es Unterschiede gebe, so Brando: „Denn das macht den Reiz eines solchen Gardefestivals aus, wenn es bunt ist.“ (hk)

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