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Wollen ihre Ämter niederlegen: Astrid und Bodo Olbrich sind seit rund 30 Jahren im Vorstand des Vereins. Das Ehepaar will das Amt aber nun niederlegen. 

Verein vor dem Aus?

Gartenfreunde suchen neue Chefs

Ein Brucker Traditions-Verein mit mehr als hundertjähriger Geschichte steht vor dem Aus. Die Vorsitzenden der Blumen- und Gartenfreunde wollen sich nach fast 30 Jahren zur Ruhe setzen – Nachfolger sind nicht in Sicht. Ein bisschen Zeit bleibt aber noch.

Fürstenfeldbruck Seit nunmehr vier Jahren stellen sich der langjährige Vorsitzende Bodo Olbrich (73) und seine Ehefrau Astrid (76, Schriftführerin) nur noch kommissarisch und jeweils nur für ein Jahr zur Wahl. „Das machen wir bei dieser Jahreshauptversammlung am Dienstagabend zum letzten Mal“, kündigen die Olbrichs an. Danach werden sie ihre Ämter nach rund 30 Jahren endgültig abgeben. Dann ist Schluss.

Die Gnadenfrist für die Blumen- und Gartenfreunde läuft also spätestens Ende 2017 aus. Astrid Olbrich ist es wichtig, dass schon bei der Versammlung heute Abend Nachfolger gefunden werden. „Wir wollen uns nicht komplett aus der Verantwortung zurückziehen – unsere Nachfolger arbeiten wir ein.“ Für Nachfragen aller Art stünden sie jederzeit zur Verfügung, betonen die Olbrichs.

Sie blicken auf drei Jahrzehnte Geselligkeit, Austausch und auf ein doch recht lebendiges Vereinsleben zurück. „Es hat uns immer viel Freude bereitet, für unseren Verein da zu sein.“ Doch irgendwann müsse Schluss sein, schließlich werde man ja nicht jünger, sagt Bodo Olbrich. Bereits in den vergangenen Jahren wurde das Programm ausgedünnt, doch die wichtigsten Marken im Jahreskreis blieben letztlich allen Bruckern erhalten, weil am Ende doch immer zahlreiche helfende Hände mit anpackten. Viele Brucker kennen beispielsweise den geschmückten Erntewagen der Stadt bei der Leonhardifahrt. „Dabei helfen jedes Jahr knapp 20 Vereinsmitglieder mit – schließlich muss jede gelbe Rübe und jeder Apfel, also jede Frucht, ob vom Baum oder aus der Erde, erst mal geerntet, gewaschen und auf Draht gezogen werden“, erzählt Astrid Olbrich.

Daneben bietet der Verein Fachvorträge und Baumschneidekurse, Pflanzen-Tauschbörsen sowie Tages- und Mehrtagesausflüge an. Natürlich wird auch gefeiert, beispielsweise beim beliebten Herbstfest.

Die Brucker Blumen- und Gartenfreunde haben außerdem das Stadtbild über die Jahrzehnte hin mitgestaltet. Davon zeugen zahlreiche Pflanzen und Bäume, die längst stattlich herangewachsen sind und die die Brucker täglich erfreuen. Beispiele sind die Streuobstwiese an der äußeren Schöngeisinger Straße, oder einen Steinwurf davon entfernt die Platane sowie die Bürgerbank im kleinen Park nahe der Kleingartenanlage beim Minigolfplatz.

Ob im Stadtpark, am Josefstift oder beim Kindergarten in der alten Buchenau: Überall stehen sie, die Bäume des Jahres, die die Vereinsmitglieder alljährlich im Stadtgebiet pflanzen.

„Wir haben die Hoffnung auf den Fortbestand unseres Vereins nicht aufgegeben“, sagt Astrid Olbrich. Vielleicht findet sich ja, so wie in der Nachbarstadt Germering, auch in Bruck jemand, der dem Verein aus seiner Nachwuchsmisere heraushilft.

Die Versammlung

der Blumen- und Gartenfreunde mit Neuwahl ist am heutigen Dienstag, 21. Februar, 19.30 Uhr, im Wirtshaus auf der Lände.

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