Egenhofen

Gartenhäuschen vier Quadratmeter zu groß

Egenhofen - Eigentlich war es keine große Sache, die der Gemeinderat bei seinem jüngsten Treffen unter dem Punkt fünf auf der Agenda stehen hatte: „Antrag auf Befreiung vom Bebauungsplan“.

Ein Allerweltsthema, das in jeder Sitzung behandelt wird. Diesmal ging es um ein Gartenhäuschen, das ein Egenhofener Ehepaar auf seinem Grundstück errichten will. Allerdings etwas größer als es der Plan vorsieht: Mit 14 Quadratmetern Grundfläche statt der möglichen zehn Quadratmeter.

Das war sowohl der Verwaltung wie auch den politischen Vertretern zu viel. Sie lehnten den Antrag mit großer Mehrheit ab. Bürgermeister Josef Nefele begründete: „Ich sage ja nichts, wenn es um einen Bebauungsplan geht, der 15 oder 20 Jahre alt ist. Doch diesen Plan haben wir erst vor drei Jahren beschlossen.“

Bauamtsleiterin Marianne Kottermair berichtete von einem Nachbarn der Antragsteller, der schon angekündigt habe, einen ähnlichen Bau beantragen zu wollen: „Wenn wir dem ersten Antrag zustimmen, sind wir gebunden. Es gilt der Gleichheitsgrundsatz“, so Kottermair. Mehrere Ortsvertreter griffen die Bedenken auf. Thomas Wieser (WGE) meinte: Wenn die Gemeinde nicht auf die Einhaltung ihrer Pläne bestehe, dann könne „jeder bauen, wie er will.“ Georg Strasser (CSU) mahnte an, auch an diejenigen zu denken, die sich an die Pläne halten. Der Antrag wurde abgelehnt. Wohl auch um ein Zeichen zu setzen.

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