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Fleißig gießen: Das ist das A und O des Gartelns – egal ob auf dem Land oder in der Stadt. In der Bahnhofstraße werden künftig Gröbenzeller mit der Kanne unterwegs sein. Denn dort sollen essbare Gärten entstehen.

Obst und Gemüse Frisch aus der Bahnhofstrasse

Die Gartenstadt zum (Fr)essen gern haben

Gröbenzell - In großen Städten ist es längst Usus. Nun springt auch Gröbenzell auf den Trend des so genannten Urban Gardening auf. In der Bahnhofstraße soll künftig Obst und Gemüse wachsen – zumindest vorübergehend.

Überkommt einem auf dem Weg zum Bahnhof plötzlich der Heißhunger nach Erdbeeren oder hat man vergessen, die Kartoffeln fürs sonntägliche Mittagessen einzukaufen – in der Gartenstadt ist das künftig kein Problem mehr. Denn in der Gemeinde sollen so genannte essbare Gärten entstehen. Gärten, in denen jeder Bürger, jeder Verein, Obst und Gemüse pflanzen – aber auch jeder, der möchte, ernten kann.

Der Anstoß dazu kam von der Agenda Initiativgruppe. Denn an der westlichen Bahnhofstraße liegt so manches gemeindliche Grundstück derzeit brach. Zwar sollen dort in naher Zukunft Häuser und Geschäfte entstehen, doch bis die Bagger anrollen, werden noch einige Monate vergehen. Auf einer dieser Flächen soll nun der essbare Garten angelegt werden. Dort gibt es bereits einen Brunnen, so dass das Gießen der Feldfrüchte völlig unproblematisch wäre.

Die in Gröbenzell lebende Ernährungswissenschaftlerin Agnes Streber hatte die Idee für die öffentlichen Gärten. Ernährung ist das Thema mit dem sie sich seit Jahren beschäftigt, die Gröbenzellerin betreibt beruflich ein Ernährungsinstitut und ist privat im Institut für Welternährung aktiv. Vor allem die Themen Ernährungssouveränität, Selbstversorgung und der Vorrang von lokalem und regionalem Handel vor Exporten liegen ihr am Herzen.

In Andernach, einer Stadt in Rheinland-Pfalz, wird Urban Gardening bereits seit Jahren erfolgreich in öffentlichen Grünanlagen praktiziert. Dort kann zwar jeder Bürger ernten, aber nicht pflanzen und pflegen. Das übernehmen Rathaus-Mitarbeiter. Agnes Streber aber schwebt vor, dass jeder Bürger auf dem Areal pflanzen, pflegen und ernten kann. Eine fünfköpfige Gruppe hat sich bereits zusammengetan, plant und berät derzeit wie der Garten aussehen könnte. Mitarbeiter des Bauhofs werden die Flächen vorbereiten.

Im Gemeinderat stieß die Idee der essbaren Gärten auf große Begeisterung. „Super“, schwärmte beispielsweise Brigitte Böttger (CSU). Einen Namensvorschlag hat Agnes Streber für den öffentlichen Gemüse- und Obstgarten auch schon: Gröbenzeller Pflanzgarten. (sus)

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