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Der Parkplatz des Jugendbusses ist der Bauhof in der Schmiedstraße.

Welche Einrichtungen das Gefährt nutzen 

Gebühren für Jugendbus steigen leicht

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Der Jugendbus der Stadt Germering ist eine Institution. Vereine, aber auch städtische und soziale Einrichtungen wie die Germeringer Tafel nutzen das Fahrzeug. Nun sollen die Mietgebühren leicht steigen.

Germering – Jugendbusse der Stadt sind seit 36 Jahren in Germering unterwegs. Mitglieder von Jugendverbänden fahren mit ihnen am Wochenende zum Wandern oder Skifahren in die Berge. Unter der Woche greifen Mitarbeiter des Bauhofes auf sie zurück, wenn sie beispielsweise Möbel für die Obdachlosen-Wohnungen der Stadt besorgen. Und die Helfer der Germeringer Tafel holen damit Lebensmittel von ihren Geschäftspartnern ab. Jürgen Quest, Leiter der Germeringer Tafel, sagt: „Der Jugendbus ist für uns enorm wichtig.“

Der Jugendbus ist in Germering zu einer Institution geworden. Gleichwohl bedeutet er für die Stadt finanziell seit einiger Zeit ein Minusgeschäft. Die Kommune musste im vergangenen Jahr einen von zwei Bussen stilllegen, weil er zu alt war. Der zweite Bus ist relativ neu. Er wurde im Januar 2014 zugelassen. 5503 Euro kosteten die beiden Fahrzeuge im vergangenen Jahr. Gleichzeitig nahm man nur 3861 Euro ein. Heißt also: Die Stadt blieb auf 1643 Euro sitzen.

Das Minus möchte man im Rathaus künftig vermeiden. Nun sollen zum 1. März die Gebühren für den Jugendbus leicht steigen. Das hat der Stadtrat am Dienstag einstimmig beschlossen. Wer das Gefährt einen Tag lang mietet, zahlt nun 34 statt wie bisher 29 Euro. Für ein Wochenende zahlt man 68 statt 58 Euro. Und die Gebühr für eine Woche steigt von 136 auf 159 Euro. OB Andreas Haas (CSU) nannte die Anhebung „moderat“. Er sagte, die Stadt Germering wolle kostendeckend arbeiten, „aber gleichzeitig günstige Gebühren“ ermöglichen.

Im Vergleich mit anderen Kommunen ist die Mietgebühr für den Germeringer Jugendbus eher gering. Für den Bus des Kreisjugendrings Fürstenfeldbruck zum Beispiel muss man für ein Wochenende fast doppelt soviel zahlen (110 Euro). Hinzu kommt: Städtische Einrichtungen wie Kitas, die Mitarbeiter der Stadtverwaltung oder des Bauhofes dürfen den Germeringer Jugendbus kostenlos nutzen, genauso wie die Germeringer Tafel. Die Stadt verlangt nur bei Vereinen oder Jugendverbänden eine Mietgebühr. Durchschnittlich ist laut Martin Rattenberger vom Sozialamt jede zweite Fahrt des Jugendbusses umsonst.

Die Helfer der Germeringer Tafel mieten den Jugendbus fast jeden Montag kostenlos. Sie holen ihn am Bauhof ab. Die Rückbänke bauen die Bauhof-Leute aus, damit die Tafel mehr Lebensmittel transportieren kann. „Wir sind eigentlich auf drei Autos angewiesen“, sagt Tafel-Leiter Jürgen Quest. Gäbe es den Jugendbus nicht, hätte Quest ein Problem. „Wir müssten dann irgendein anderes Lieferfahrzeug auftreiben“, sagt er.

Da 2016 einer von zwei Bussen kaputt gegangen ist, plant die Stadt, sich wieder ein zweites Gefährt anzuschaffen. Sozialamtsleiter Martin Rattenbeger sagt, man sei auf Spenden angewiesen und suche momentan noch nach möglichen Geldgebern.

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