Der Geistliche und Ehrenbürger Friedrich Pfanzelt ist vor 50 Jahren gestorben

Olching - Als "letzten barocken Priester Bayerns" bezeichnete ihn der Dachauer Landrat und Innenminister Heinrich Junker, scherzhaft wurde er auch "Rotschwanzl" genannt.

Die Rede ist von Friedrich Pfanzelt, dem Prälat, Dekan und Dachauer Stadtpfarrer, der auch viele Jahre in Olching gewirkt hat. Er ist am 8. September 1958 gestorben und in einem Priestergrab im alten Dachauer Friedhof bestattet. Der Geistliche wirkte in Olching 1913/14 als Kaplan und von 1917 bis 1933 als dritter Pfarrer. Er prägte bis 1930 nicht nur das kirchliche, sondern auch das kulturelle und gesellschaftliche Leben in der Gemeinde.

In seine Olchinger Amtszeit fallen unter anderem die Gründung mehrerer katholischer Vereine und nach einem Wettbewerb 1922 der Beginn der Kirchenausmalung von St. Peter und Paul durch Josef Bergmann. Im damaligen Olchinger Ortsteil Gröbenzell setzte er sich 1925 für den Kirchenbau von St. Johann Baptist ein.

In der Ampergemeinde erinnern eine Sackstraße, eine Gedenktafel in St. Peter und Paul und eine originelle Darstellung als bärtiger Fahnenschwinger an der Fassade der Estinger Schlosskapelle, angefertigt vom Olchinger Kunstmalers Karl Sonner, an den Geistlichen. In der Mooswirtschaft Haderecker hängt außerdem ein Ölbild von Pfanzelt, das der Dachauer Künstler Richard Huber gemalt hat. Die Gemeinde Olching ernannte ihn 1930 zum Ehrenbürger, die Stadt Dachau folgte diesem Beispiel 1955. 1957 konnte er sein Goldenes Priesterjubiläum feiern. Sein Einsatz für KZ-Häftlinge in Dachau wurde mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt.

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