Gemeinderat Geltendorf

Asyl: Unterkunftsfrage entspannt sich

Geltendorf – Im November 2014, auf dem Höhepunkt der Suche nach Standorten für Asylbewerberunterkünfte, fasste die Gemeinde den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan am Wasserhaus.

Dort hätte ein Wohncontainer errichtet werden sollen. Das erübrigte sich jedoch, weil ein anderer Standort gefunden wurde.

Nun hob der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss wieder auf. „Der Zweck ist weggefallen“, so Rathaus-Geschäftsleiter Florian Hänle. Wilfried Pinther (Grüne) stellte die Frage, ob man den Beschluss nicht lediglich ruhen lassen sollte, um das Gelände unter Umständen später für eine Sozialunterkunft zu nutzen. In seinen Augen muss sich die Gemeinde auf die Unterbringung einer größeren Zahl von Obdachlosen einstellen, wenn anerkannte Flüchtlinge aus den Landkreis-Unterkünften ausziehen müssen. Dies könne passieren, sobald der Flüchtlingszustrom wieder ansteigt.

Vize-Bürgermeister Robert Sedlmayr (ÖDP) erklärte, die Fläche am Wasserhaus sei für eine dauerhafte Wohnbebauung nicht geeignet. Im Übrigen sei ein neuer Aufstellungsbeschluss bei Bedarf schnell gefasst, so Hänle. „Das geht innerhalb von einer Sitzung.“ Der Rathaus-Geschäftsleiter sieht allerdings auch die „konkrete Gefahr“ ansteigender Obdachlosigkeit. Im Durchschnitt gebe es fünf bis sechs Fälle im Jahr, bisher seien meist Einheimische betroffen gewesen.

Von den anerkannten Flüchtlingen seien die meisten aus der Gemeinde weggezogen, einer habe mit seiner Familie eine Wohnung in Geltendorf gefunden. „Doch das Problem ist da und wird größer werden“, so Hänle – zumal inzwischen der Familiennachzug genehmigt werde, ohne dass der Antragsteller eine Wohnung nachweisen muss.  

os

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