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Bei den Highland-Games auf Schloss Kaltenberg werden starke Jungs im Schottenrock unter anderem Baumstämme um die Wette ziehen.

Highland-Games und Military-Tattoo

Auf Schloss Kaltenberg geht’s schottisch zu

Ein Event feiert dieses Jahr seine Premiere in der Heimat des Ritterturniers. Mit Highland Games und dem Deutschland-Military-Tattoo hält schottisches Brauchtum Einzug auf Schloss Kaltenberg. Die Veranstaltung soll künftig immer am ersten August-Wochenende stattfinden.

Dudelsack und Schottenrock werden am Samstag, 4. August, ab 10 Uhr statt Schwertern und Ritterrüstungen zu sehen sein. Mannschaften treffen sich dann für die erste Hälfte des Tages zu den sogenannten Highland-Games. Schottland-Kenner dürften wissen, worum es sich dabei handelt. In verschiedenen Disziplinen treten Teams von bis zu sechs Personen an. Auf Schloss Kaltenberg sind es dieses Jahr 13 Mannschaften, eine besteht nur aus Frauen, die sich im Baumstamm-Ziehen und -Werfen, Bogenschießen, Fassrollen, Hufeisen- und Gewichtwerfen messen.

„Die Teams bestehen zum Beispiel aus Vereinen, Firmen oder sind am Stammtisch entstanden“, erklärt Veranstalter Ulrich Lautenschläger. Nächstes Jahr sollen dann auch die „Heavy Events“ stattfinden. Dort treten die Akteure als Einzelkämpfer an. Neben den sportlichen Aktivitäten geht es auch bereits bei den Highland-Games musikalisch zu. Über 80 Dudelsackspieler werden auf dem Gelände unterwegs sein.

Zeitgleich finden die Proben für das Hauptevent am Abend statt. Ab 20 Uhr treten rund 350 Musiker und andere Mitwirkende zur Military-Tattoo auf. Der Begriff „Tattoo“ bezeichnet heute militärmusikalische Veranstaltungen mit Bands und marschierenden Formationen. Am berühmtesten: die Royal-Edinburgh-Military-Tattoo. Alljährlich wird dieses Festival für rund drei Wochen zur Pilgerstätte der Militärmusikfans aus aller Welt.

Bereits tagsüber kann man bei den Vorbereitungen zuschauen. Allerdings nur von außen. Die Arena öffnet erst um 19.15 Uhr. Dann heißt es drei Stunden Musikshow (inklusive 20-minütiger Pause) mit Blasinstrumenten, Dudelsäcken und Trommeln. Geleitet wird der Abend von Major Jason Griffiths, ein „waschechter Major aus England“, versichert Lautenschläger. Mit Griffiths und den Musikern steht noch ein Moderator im Rund der Arena.

Der Begriff „Tattoo“ bezeichnet heute militärmusikalische Veranstaltungen mit Bands und marschierenden Formationen.

Lautenschläger hat seine erste Tattoo 2011 organisiert. Seitdem werden Shows unter anderem auf Schalke und in Frankfurt vor großen Kulissen gespielt. Vergangenes Jahr war er für erste Gespräche mit Prinz Heinrich zusammen gekommen. Von Kaltenberg war er sofort begeistert. „Wir können hier die Logistik der Ritterspiele weiter nutzen, aber auch ein Alleinstellungsmerkmal entwickeln in Zukunft“, erklärt der Veranstalter. Nächstes Jahr soll etwa eine „Whisky-Straße“ hinzukommen.

Bis jetzt zeigt sich der 53-Jährige zufrieden mit dem Kartenvorverkauf: „Wir rechnen mit bis zu 6500 Besuchern. Für das erste Jahr ist das eine gute Nachfrage.“

Es seien sogar Tickets bis nach Norddeutschland verkauft worden. Eine bestimmte Zielgruppe gebe es nicht. „Es handelt sich um Family-Entertainment. Alle Generationen können sich von den Marschformationen begeistern lassen“, berichtet der Schottland-Fan Ulrich Lautenschläger.

Besucher

können am Samstag, 4. August, ab 10 Uhr auf das Gelände. Die Highland-Games dauern bis 16.30 Uhr. Um 19.30 Uhr öffnet die Arena, wo um 20 Uhr die Musik-Show beginnt. Karten für den Vormittag sind für elf Euro, beziehungsweise sechs Euro für Kinder bis 14 Jahre, an der Tageskasse erhältlich oder auf https://deutschland-tattoo.reservix.de/events. Tickets für den Abend gibt es ab 35 Euro telefonisch unter (069) 4 07 66 25 80, an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder im Internet unter der oben stehenden Adresse. Kulinarisches, auch aus Schottland, wird an Essensständen angeboten.

von Christoph Riegel

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