Fussl und Frauchen Esther Stumpenhusen.
+
Fussl und Frauchen Esther Stumpenhusen.

Mein Tier und seine Geschichte

Die Super-Spürnase mit dem Schuh-Fetisch

  • Tobias Gehre
    vonTobias Gehre
    schließen

Suchen und finden: Für Fussl gibt es nichts schöneres. Und ihre Leidenschaft setzt die Böhmische Raubart-Hündin für uns Menschen ein.

Geltendorf – Seit neun Jahren ist Fussl als Helferin auf vier Pfoten unterwegs. Mit Frauchen Esther Stumpenhusen bildet die Vierbeinerin ein perfekt eingespieltes Team der Rettungshundestaffel Fürstenfeldbruck.

„Sie liebt es, ihre Nase einzusetzen“, sagt die Geltendorferin. Und das darf Fussl regelmäßig. Rund 70 Einsätze hat das knuffige Fellknäuel schon absolviert – etwa bei der Suche nach Demenzerkrankten die hilflos umher irren, bei vermissten Kindern oder wenn jemand einen Suizid angekündigt hat.

Fussl Stärke ist ihre Ausdauer

Fussls Stärke ist ihre Ausdauer. „In einem Durchgang kann sie locker 100 000 Quadratmeter absuchen“, sagt ihr Frauchen stolz. Lebend gefunden hat sie zwar noch keinen der Vermissten. Doch das ist gar nicht so bedeutsam, sagt die Tierärztin. „Für die Polizei ist es auch eine wichtige Information, dass die gesuchte Person an einem Ort nicht ist.“

Damit Fussl nicht die Lust am Suchen verliert, braucht sie stets ein Erfolgserlebnis. Dafür müssen dann menschliche Mitglieder der Staffel herhalten. „Für sie ist das Ganze ein großes Spiel.“

Nicht im Einsatz ist Fussl übrigens ein richtiger Familienhund – mit einer Marotte: „Sie ist eine Schufetischistin“, sagt ihr Frauchen. Wann immer sich die Chance bietet, schnappt sie sich einen Treter und bringt ihn seinem Besitzer. Ihre Rudelführerin nimmt es gelassen. „Sie behandelt die Schuhe immer sehr pfleglich.“  tog

Auch interessant

Kommentare