Dieb von St. Ottilien: Angeklagter nimmt vor Prozess Drogen

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Er hat einige Aufregung verursacht: Der Dieb, der im Exerzitienhaus des Klosters St. Ottilien Schmuck im Wert von über 30.000 Euro mitgehen ließ. Jetzt sollte dem Tatverdächtigen der Prozess gemacht werden – und wieder wurde es turbulent.

St. Ottilien Er hat einige Aufregung verursacht: Der Dieb, der im Exerzitienhaus des Klosters St. Ottilien Schmuck im Wert von über 30.000 Euro mitgehen ließ. Jetzt sollte dem Tatverdächtigen der Prozess gemacht werden – und wieder wurde es turbulent.

Die Verhandlung gegen den 40-Jährigen aus Augsburg wurde ausgesetzt worden. Der Angeklagte erschien vor dem Amtsgericht Landsberg in nicht verhandlungsfähigem Zustand. Wie sich herausstellte, hatte er am Vorabend noch Drogen konsumiert.

Der 40-Jährige soll im September 2017 im Exerzitienhaus in ein Gäste-Apartment eingedrungen sein. Dort logierten zu dieser Zeit zwei ältere Damen um die 70, die offenbar an einer Meditation im Nebenraum teilnahmen. Aus zwei Schließfächern, von denen eines unversperrt war, stahl der Augsburger laut Anklageschrift Schmuck im Gesamtwert von 31 000 Euro.

Auch 1900 Euro Bargeld und eine EC-Karte soll er erbeutet haben. Mit der Karte habe er später versucht an einem Geldautomaten in Landsberg Geld abzuheben, was jedoch misslang. Überführt werden konnte der Angeklagte, weil er offenbar DNA-Spuren am Tatort hinterließ.

Vor dem Amtsgericht war der 40-Jährige zwar ansprechbar, doch laut Verteidiger Hansjörg Schmid war er am Vortag „völlig weggetreten“ gewesen. Am Abend gegen 22 Uhr habe er noch Betäubungsmittel genommen, gab der arbeitslose Vater einer 17-jährigen Tochter zu. Im übrigen schlafe er 15 bis 16 Stunden am Tag.

Aufgeschoben ist jedoch nicht aufgehoben. Es wird einen neuen Gerichtstermin geben. Und dass der Angeklagte dann clean sein wird, ist auch schon klar. Im Februar muss er nämlich wegen einer anderen Straftat für ein Jahr ins Gefängnis. Da er dort keine Drogen in die Hände bekommen wird, soll der neue Termin für die Diebstahlsverhandlung nach seinem Haftantritt stattfinden. Er wird dann aus dem Gefängnis ins Gericht gebracht. 

Rubriklistenbild: © dpa / Uli Deck

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