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Sankt Ottilien

Gymnasium: Mönche stimmen Kooperation zu

Die Pläne zur Weiterentwicklung des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums in St. Ottilien kommen voran: Die Mönche der Erzabtei haben beschlossen, mit dem Schulwerk der Diözese Augsburg über eine Kooperation zu verhandeln.

St. OttilienIm Mittelpunkt steht die Zukunft der Gebäude. Und damit untrennbar verbunden die Weiterentwicklung des Schulkonzepts. Aus organisatorischen Gründen wird das Tagesheim der Erzabtei in eine neue Form der Schülerbetreuung mit einfließen. Die künftige Form der Mitgestaltung der Missionsbenediktiner in dem Ganztagsangebot der Schule soll jetzt zwischen der Erzabtei und dem Schulwerk vertraglich festgehalten werden.

Erzabt Wolfgang Öxler sieht in dem eindeutigen Abstimmungsergebnis ein klares Bekenntnis seiner Gemeinschaft zum benediktinischen Bildungsauftrag: „Die Arbeit mit jungen Menschen ist ein wichtiger Auftrag unseres Klosters – das war schon in der Gründungszeit des Klosters so.“

Derzeit arbeiten sechs Mitbrüder in Schule und Tagesheim, das solle weiterhin so bleiben. „Unsere Kirche darf den Kontakt zu den jungen Menschen nicht verlieren“, erklärt Öxler.

Das Rhabanus-Maurus-Gymnasium, 1887 gegründet als Schule der Missionsbenediktiner, wurde 1976 von der Erzabtei in die Trägerschaft des Schulwerks Augsburg übergeben. Seit 45 Jahren besteht daneben das Tagesheim als Einrichtung des Klosters. In der Hausaufgabenbetreuung und Freizeitgestaltung für aktuell 200 Schüler arbeiten derzeit Mönche und angestellte Erzieher.

In einer früheren klosterinternen Abstimmung hatten die Mönche grünes Licht für die Planungen gegeben, indem sie die Möglichkeit eröffneten, Schul- und Tagesheimgebäude zugunsten eines Neubaus abzureißen. „Der bisherige Komplex besteht aus Gebäuden verschiedenen Alters, entsprechend stark variiert die Bauqualität“, sagt Bruder Josef Götz, Verwalter der Erzabtei und seit vielen Jahren Lehrer am Rhabanus-Maurus-Gymnasium. Man habe dem Abriss zugestimmt, „sodass die Schule zukunftsweisend aus einem Guss entstehen kann“.

Wichtig sei, dass die äußere Hülle dem pädagogischen Konzept diente. Götz: „Wenn wir die Möglichkeit haben, mit dem neuen Schulkonzept den Schulbau zu erneuern, so ist das eine große Chance.“

Nun gehen die Planungen für den Neubau weiter. Zu den Gesprächspartnern gehören die Erzabtei als Grundstückseigentümerin, das Schulwerk der Diözese Augsburg als Träger, der Verwaltungsbezirk Oberbayern und der Landkreis Landsberg als weitere Zuschussgeber.

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