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Am Geltendorfer Guggenbergweg hatten Vertreter der Erzabtei den Bau von 24 Einfamilienhäusern geplant.

Erzabtei St. Ottilien

Kloster legt sein Bauprojekt auf Eis

Geltendorf – Das Bauprojekt des Klosters St. Ottilien am Geltendorfer Guggenbergweg ist vorerst auf Eis gelegt. Offenbar besteht derzeit keine Aussicht auf eine Einigung mit der Gemeinde.

Anfang 2014 hatten Vertreter der Erzabtei dem Gremium die Idee erstmals präsentiert. Auf einem klostereigenen Hanggrundstück in Bahnhofsnähe sollte eine Wohnanlage mit 24 Einfamilienhäusern für junge Familien entstehen. Angedacht war, dass die Käufer beziehungsweise Pächter der etwa 600 Quadratmeter großen Parzellen vertraglich an die Planung des Klosters gebunden würden und gemeinsam Aufträge vergeben hätten. Auf diese Weise sollten Kostenvorteile realisiert werden, um das Ganze auch für sozial schwächere Familien bezahlbar zu machen. Vorgesehen waren auch Gemeinschaftseinrichtungen und Möglichkeiten der Kinderbetreuung.

Für das Gelände besteht allerdings kein Baurecht – und das weist die Gemeinde normalerweise nur aus, wenn sie selbst einen Teil der Fläche erwerben kann. Hier kam offenbar keine Einigung mit dem Kloster zustande. „Die preislichen Vorstellungen liegen so weit auseinander, dass das für uns nicht darstellbar ist“, so Cellerar Bruder Josef Götz zum Tagblatt. In einem Brief teilte das Kloster der Gemeinde jetzt mit, dass es das Projekt vorerst nicht weiter verfolgen werde.

Offiziell fasste der Gemeinderat nie einen Beschluss zu der Thematik, informelle Gespräche mit dem Bürgermeister und einzelnen Gemeinderatsfraktionen fanden aber offenbar statt. Laut Götz hätten Teile des Gemeinderats um Verständnis dafür gebeten, dass sie das Projekt nicht würden unterstützen können.

Nun will das Kloster das Gelände vorläufig weiter landwirtschaftlich nutzen. „Das Grundstück läuft ja nicht davon“, sagte Götz.

Für ihn ist es ein Wermutstropfen, dass kein offizieller Beschluss gefasst wurde. Böses Blut gebe es deshalb aber nicht. „Die Geltendorfer sind unsere Freunde und Nachbarn. Wir wollen keinen Ärger.“

os

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