Haushalt verabschiedet

Mehr Geld in der Kasse

Der Haushalt 2017 ist verabschiedet. Die Gemeinde steht heuer finanziell besser da als in den Vorjahren, denn sie profitiert von überdurchschnittlich hohen Steuereinnahmen und einer ebenfalls hohen Schlüsselzuweisung. Kämmerin Stephanie Huber warnt jedoch, dass dies nur ein glückliches Zusammentreffen ist und nicht von Dauer sein wird.

Geltendorf– Insgesamt bewegt die Gemeinde heuer ein Finanzvolumen von 16 Millionen Euro. Erfreulich ist eine Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt von knapp 950 000 Euro. Da diese über den fälligen Schuldentilgungsleistungen liegt, ergibt sich sogar eine freie Finanzspitze von 325 000 Euro, die zur Finanzierung von Investitionen zur Verfügung steht. Wie Huber ausführt, zeigen die Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung erste Wirkung – sprich, die Anhebung der Grund- und Gewerbesteuer. Mit einem Schuldenstand von über sechs Millionen Euro – das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1142 Euro – steht Geltendorf allerdings deutlich schlechter da als vergleichbare Gemeinden der Region. Eine Neuaufnahme von Krediten ist bis zum Jahr 2020 nicht vorgesehen.

Die Verwaltung drängt darauf, Ausgaben auf die Pflichtaufgaben zu beschränken und alle Möglichkeiten zur Erhebung von Gebühren und Entgelten auszuschöpfen, die der Gemeinde zur Verfügung stehen. Empfohlen wird hier unter anderem eine Kostenbeteiligung von Vereinen für die Nutzung gemeindlicher Räume – ein Schritt, zu dem der Rat sich bis dato nicht durchringen konnte. Dies würde laut Huber nicht nur 84 000 Euro im Jahr in die Kasse spülen, sondern auch „zu einem deutlich verbesserten und kostenbewussteren Verhalten der Nutzer“ führen.

Die größten Ausgabenposten in 2017 betreffen den Neubau des Feuerwehrhauses (1,25 Millionen Euro) sowie Maßnahmen im Bereich Straßenbau und Wasserversorgung. Rathaus-Geschäftsleiter Florian Hänle wies zum wiederholten Male auf die hohen finanziellen Anforderungen hin, die auf Geltendorf in den nächsten Jahren zukommen. Wasserleitungen, Abwasserkanäle, Straßen, die Schule und die Paartalhalle müssen saniert werden, der Neubau eines Kindergartens steht an. Den Haushalt 2017 sowie den Finanz- und Stellenplan verabschiedete der Gemeinderat letztlich einstimmig.  os

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