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Nach dem Streit um den Abi-Streich ist der Abschied harmonisch

St. Ottilien -  Rekord in der Geschichte der Benediktiner-Klosterschule: 91 Abiturienten, so viele wie noch nie, erhielten ihre Zeugnisse aus den Händen von Pater Prior Timotheus Bosch, Oberstudiendirektor Michael Häußinger und der Elternbeiratsvorsitzenden Christiane Drexler.

Fotos und Video-Sequenzen dokumentierten den 600 Gästen im Festsaal, was im Vorfeld zu Differenzen zwischen Direktorat und Abiturienten geführt hatte: der Abi-Streich. Vor dem Lehrerzimmer gespannte Absperrbänder erforderten von den Lehrern artistische Verrenkungen. „Das war für einige extrem erniedrigend“, sagte Direktor Michael Häußinger auf Tagblatt-Nachfrage. „Wir haben das geklärt und werden uns heute dankbar und mit dem nötigen Respekt von der Schule und den Lehrern verabschieden“, versprach Abiturient Dennis Fischer. 87 Prozent der Abiturienten haben eine Eins oder Zwei vor dem Komma, an 62 Schüler überreichte der Direktor ein so genanntes B-Zeugnis.

Damit würdigt die Schule außerschulisches Engagement, zum Beispiel als Tutor für Jüngere, als Techniker im Web oder hinter der Bühne, im Chor oder Orchester, als Schulsanitäter, Mediator, Mitarbeiter in der SMV oder Schülerzeitung. Besonderen Applaus gab es für jegliche Mitwirkung beim berühmten Circus St. Ottilien. Dennis Fischer und Lisa Fischer blickten in ihrer Rede zurück auf die wild bewegte Schulzeit, entschuldigten sich bei den nachfolgenden Klassen für pädagogische Konsequenzen für alle Schüler und dankten sogar Wikipedia für die Unterrstützung bei den Referaten.

Pater Prior Timotheus Bosch sinierte über die jetzt anstehende Berufswahl und Berufung, in der jeweils das Wort Ruf steckt. „Nach 30 Jahren wäre es wieder einmal Zeit, dass sich auch mal einer in unseren Orden gerufen fühlt“, sagte der Benediktiner augenzwinkernd. Aber auch zur Eheschließung und Taufen der späteren Kinder oder zum ganz normalen Gottesdienst seien die Absolventen immer in St. Ottilen willkommen. Nicht nur die Zeugnisse wurden übergeben, sonderm auch der „Tu-was-Preis“, mit dem soziales Engagement gefördert werden soll. Zum Schluss trugen die Abiturienten ein von ihnen komponiertes Lied vor. Der Titel: „Die Elite ist am Ziel

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