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Fünfmal die Traumnote von 1,0: (v.l.) Theresa Buhmann, David Randak, Melissa Kormann, David Danhofer und Emilia Straub.

Abschlussfeier

Ottilianer Abiturienten mit viel Lob verabschiedet

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Bildung geschieht im Kopf, aber auch im Herzen – und auf Letzteres wird am Rhabanus-Maurus-Gymnasium in St. Ottilien neben allen akademischen Anstrengungen viel Wert gelegt. 

St. Ottilien– „Folgt eurem gebildeten Herzen“, war deshalb einer der Ratschläge, den Prior Timotheus Bosch dem Abiturjahrgang mit auf den Weg gab, bevor er den 78 Absolventen auf der mit Sonnenblumen geschmückten Bühne ihre Zeugnisse überreichte.

Die Noten dürften für die allermeisten ein Grund zur Freude gewesen sein. 41 Prozent der Schüler beendeten ihre Gymnasialzeit mit einer Eins, 48 Prozent mit einer Zwei vor dem Komma. Fünf Abiturienten schafften sogar die Traumnote 1,0. Mehr als Dreiviertel erhielten außerdem ein sogenanntes B-Zeugnis für ehrenamtlichen Einsatz – und ein Extra-Lob von Schulleiter Michael Häußinger: „Solche Glieder braucht die Gesellschaft.“

Manieren und Empathie

Den Abiturienten eröffnet sich nun nach zwölf Jahren Schule und anstrengenden Abschlussprüfungen die große Freiheit. Was aber damit anfangen? Elternbeiratsvorsitzende Andrea Tafelmayer riet dazu, den weiteren Weg vorsichtig und überlegt zu wählen. „Sucht euch den Beruf aus, für den ihr brennt und den ihr mit ganzem Herzen ausüben wollt.“ Das entsprechende Rüstzeug haben die Ottilianer mitbekommen. „Ihr könnt denken und debattieren, habt Einblick in andere Kulturen bekommen, habt gute Manieren und Empathie“, so Tafelmayer. „Genießt die Möglichkeiten.“

Zwei Tenöre

Stellvertretend für den Jahrgang blickten Markus Ücker und Quirin Weder in einer humorvollen Abiturrede zurück auf die verstrichenen Schuljahre. Angefangen hatte ihr Leben als Ottilianer mit einem feucht-fröhlichen Initiationsritus, der „Taufe“ im Weiher auf dem Klostergelände. „Klein geweihert, groß gefeiert“, fassten die beiden den Sprung von der fünften Klasse zur Abifeier im Festsaal zusammen. Dazwischen fand, dem Applaus nach zu urteilen, eine für die meisten glückliche Schulzeit in der typischen „Ottilianer Buntheit“ statt. „Wir sind ein Haufen und doch verschieden.“

Dass statt eines gemischten Doppels aus Schülerin und Schüler „zwei Tenöre“ die Abi-Rede hielten, stellte übrigens einen „ungeheuren Traditionsbruch“ dar, wie Markus Ücker einräumte. Und der Jahrgang wies noch weitere Besonderheiten auf. Statt der üblichen zwei Mal konnte er drei Mal am Zirkus St. Ottilien teilnehmen, weil die Termine entsprechend günstig fielen. Und er wird möglicherweise der erste Jahrgang sein, der zum fünfjährigen Abiturtreffen in einem dann neu gebauten Schulgebäude zusammenkommt, wie Bosch ankündigte.

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