Auto fährt in Menschenmenge in Helsinki: Ein Toter

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Geltendorfs Vize-Bürgermeister Robert Sedlmayr (ÖDP) war in der jüngsten Gemeinderatssitzung nicht unbeding zum Lachen zumute.

Während der Gemeinderatssitzung

Rathaus-Vize bricht Debatte ab

Geltendorf – Bei der jüngsten Tagung platzte Vize-Bürgermeister Robert Sedlmayr (ÖDP) der Kragen. Seinen Kollegen hat das gar nicht geschmeckt.

Dass sich der Geltendorfer Gemeinderat gelegentlich in Diskussionen über Nebensächlichkeiten verliert, ist für regelmäßige Sitzungsbesucher nichts Neues. Doch bei der jüngsten Tagung platzte Vize-Bürgermeister Robert Sedlmayr (ÖDP) der Kragen. Er brach eine Diskussion ab, ohne alle Wortmeldungen zuzulassen. Das kam im Gremium gar nicht gut an.

Es ging um die Verlängerung der Baugenehmigung für die Verfüllung der ehemaligen Bauschuttdeponie in Walleshausen. Michael Veneris (Bürgerforum) hinterfragte, warum im Beschluss keine zeitliche Begrenzung genannt war, während im Antrag explizit von einer Zeitspanne bis 2018 die Rede war. Allerdings konnte der Gemeinderat die Sache ohnehin nur durchwinken, die Entscheidung trifft das Landratsamt Landsberg.

Sedlmayr, der in Vertretung des urlaubenden Wilhelm Lehmann (Unabhängige Bürger) die Sitzung leitete, wollte deshalb über den Wortlaut des Beschlusses nicht weiter debattieren und rief zur Abstimmung, ohne vorher noch Horst Kürschner (Grüne) aufzurufen, der sich schon länger gemeldet hatte. „Jemandem das Wort abschneiden oder nicht erteilen, das geht nicht“, empörte sich Ernst Haslauer (SPD). Prompt hoben bei der Abstimmung nicht alle Räte die Hand, sie war damit ungültig. Es klappte erst, als Sebastian Popfinger (CSU) den Geschäftsordnungsantrag auf Ende der Debatte gestellt und dafür eine Mehrheit bekommen hatte.

Als am Schluss der öffentlichen Sitzung die Räte wie üblich Fragen und Anregungen vorbringen konnten, äußerte sich Kürschner enttäuscht. Er bereite sich nicht deshalb intensiv auf die Sitzungen vor, um dann nicht zu Wort zu kommen. Veneris ergänzte, man werde nicht in den Gemeinderat gewählt, „um zu schweigen und zu nicken“. Er wolle die Themen verstehen, bevor darüber beschlossen werde.  

os

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