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Clémence Faivre sagt: „Ohne Pferd bin ich nichts.“ Sie hat bei Mario Luraschi gelernt und ist eine der gefragtesten Dressurtrainerinnen der Welt.  

Neun Veranstaltungstage in Kaltenberg

Ritterturnier wird sicherer und jünger

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Nach dem schweren Unfall eines Stuntman im Vorjahr wird das Kaltenberger Ritterturnier heuer noch sicherer. Aber das größte Mittelalter-Spektakel der Welt ist nun auch jünger, weiblicher und regionaler.

Kaltenberg – Dass Stuntman Jean-Marc Dellajuto, der nach einem Sturz vom Pferd im vergangenen Jahr vom Hals abwärts querschnittsgelähmt ist, heuer nicht als Zuschauer nach Kaltenberg kommen kann, sind gute Nachrichten: Denn der Franzose kann plötzlich wieder Finger bewegen und fährt zur Reha nach Paris. Seine Kollegen, die Reiter der französischen Truppe Cavalcade, und das ganze Kaltenberg-Team sind in Gedanken bei ihm. Hausherrin Beatrix von Bayern betont, dass das Ende der Arena, auf das in wildem Ritt zugestürmt wird, so umgebaut wurde, dass die Pferde früher bremsen müssen.

Pressesprecher Markus Wiegand ergänzt: „Die Stuntleute werden weiter alles geben für eine gute Show. Aber jetzt gilt noch mehr als früher: Sicherheit geht vor.“ Deshalb ist ab heuer immer ein zweiter Notarzt fest im Backstage-Bereich der Arena postiert, dazu ein Rettungswagen.

Das Spektakel wird aber nicht nur sicherer für die Mitwirkenden, sondern aus Sicht der Zuschauer auch weiblicher, jünger und regionaler. Mit Marco Luraschi, Sohn von Stuntmen-Chef Mario Luraschi, rückt die nächste Generation nach. Der Junior spielt den „Schwarzen Prinzen“, um den sich die diesjährige Geschichte dreht. Erdacht hat sie erneut der Allgäuer Michael Peinkofer, erfolgreicher Autor von Fantasy-Büchern und historischen Romanen.

Weitere bewährte Kräfte sollen das Rundum-Erlebnis garantieren. Zum Beispiel Sprecher Johannes Steck und Regisseur Alexander May, der im Vorjahr bewiesen hat, dass er mit besonderen Bühnen umgehen kann.

Aber auch viel Neues ist im Programm. So bietet Dressur-Star Clémence Faivre in der Gauklernacht morgen Abend ein 45-minütiges Programm mit ihrem Hengst „Gotan“, zudem ist sie die junge Prinzessin Elenor in der Arena.

Florentine Hoffmann, für Markttreiben und Künstler zuständig, verspricht, dass an den Ständen noch mehr Regionales zu finden ist. Neu unter den Gauklern sind „Die Hochhaxat’n“, menschliche Marionetten aus Mittenwald (Landkreis Garmisch), und „Confilius“, ein Mutter-Sohn-Gespann. „Wir legen zudem verstärkt das Augenmerk auf Kinder“, sagt Hoffmann. „Wir wollen ihnen zum Beispiel das alte Handwerk zeigen.“ Mitmachen ist angesagt, und in den allermeisten Fällen ist das bis auf Materialkosten sogar umsonst.

Termine und Preise

auf www.ritterturnier.de oder unter Telefon (01 80) 6 11 33 11. Es gibt neun Turniertage bis Ende Juli.

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