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Neon-Nummer: Mit „magic light pois“ (Bälle an Schnüren) traten Mädchen der Unterstufe auf.

Vorstellungen noch bis Sonntag

Schüler und Lehrer machen einen ganz schönen Zirkus

Nach einer umjubelten Premiere am Wochenende und sieben weiteren Vorstellungen ist heute Circus-Ruhetag. Für die 575 Beteiligten heißt es Kraft schöpfen für die zweite Halbzeit – und nochmal 500 Kilogramm Pommes bestellen.

St. Ottilien – Die Superperforator-Nummer mit den Glockenspiel, die Akrobatiknummer mit dem Arial-Cube, den die Klosterschlosserei zusammengeschweißt hat, und die Luftnummer „Luces de Luna“ an den Ringen waren die Lieblingsnummern des Premieren-Publikums. Dass das wochenlange Training für die „Tinikling“-Nummer sehr schmerzhaft gewesen sein muss, kann man nur erahnen. Sport-Lehrerin Renate Dietzel hatte die Nummer mit Schülerinnen einstudiert. Dabei werden Bambusstangen im Rhythmus der Musik zusammengeschlagen, während die Tänzerinnen in die Zwischenräume springen. „Wir haben uns viel blaue Flecken an den Knöcheln geholt“, gibt Hannah Weiß aus der 7. Klasse zu.

„Zirkus haben wir am Rhabanus-Maurus-Gymnasium ja häufig, aber Circus gibt es nur alle drei Jahre“, stellte Circusdirektor und Mathelehrer Martin Metz zu Beginn der fast vierstündigen Premiere fest. Deswegen endete der Schulbetrieb für die allermeisten der über 700 Schüler schon drei Wochen vor dem eigentlichen Beginn der Ferien. Was nicht bedeutet, dass für die Schule nichts mehr getan wird. Zumindest die 11. Klassen stehen mit sechs Projektseminaren, in denen sie von der Organisation bis zur Öffentlichkeitsarbeit alles managen müssen, in der schulischen Pflicht. Wobei von Pflicht beim Zuschauer nicht viel zu spüren ist, vielmehr von der Freude, am gemeinsamen Schule-Kloster- Circusprojekt mitzuwirken.

Spaß hatten auch die Lehrer, die mit dem „Candyman“ Georg Kagerer (im normalen Schulleben Englischlehrer) eine Nummer am Trapez vorführten. Sogar Erzabt Wolfgang Öxler entert die Manege und begleitet mit Bruder Otto die Mädels der „Ohio Texas Dance Crew“.

52 Nummern stehen zur Auswahl, pro Vorstellung wird knapp die Hälfte gezeigt. Dass auch Flexibilität notwendig ist, hatte kürzlich ein Starkregen gezeigt, der das Schmink- und Backstage-Zelt geflutet hatte. Wegen des rutschigen Bodens entfallene Nummern konnten durch andere ersetzt werden.

Die Idee zum ungewöhnlichen Zirkusprojekt kam Benediktiner-Bruder Josef Götz, als er 1991 mit dem damaligen Erzabt Notker Wolf den Lateinlehrer Stefan Klotz zuhause besuchte. „Hinter dem Haus war ein Kinderzirkus. Und weil wir gerade über Jugendarbeit sprachen, war die Schnapsidee geboren“, so der Physik-Lehrer. „Das Besondere am Circus ist sicher das Gemeinschaftsgefühl von Lehrern und Schülern.“

„Am Ende des Grande Finales werden die Tränen fließen – weil alles vorbei ist und es so schön war“, prophezeit eine Schülerin. Max-Joseph Kronenbitter

Weitere Vorstellungen

bis Sonntag zweimal täglich, Kartenreservierung auf www.circus.ottilien.de.

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