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Herausgeputzt hatten sich die Abiturienten für den Zeugnistag, der mit einem Gottesdienst begann.

Rhabanus-Maurus-Gymnasium 

Der beste Abitur-Jahrgang sagt Servus

St. Ottilien – Eine Reise ist zu Ende gegangen: Die Abi-Tour hat 79 Schüler des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums glücklich ans Ziel geführt. Der Jahrgang erreichte einen Gesamtschnitt von 2,03 und ist damit laut Abi-Redner Luis Zwölfer der beste in der Geschichte St. Ottiliens.

94 Prozent der Schüler freuen sich über eine Eins oder Zwei vor dem Komma. Doch der Jahrgang hat nicht nur gute schulische Leistungen hingelegt, sondern sich auch diverse andere Verdienste erworben, wie Schulleiter Michael Häußinger aufzählte. So retteten zwei der Schüler vergangenes Jahr einen Mann vor dem Ertrinken im Lech. Andere brachten die IT-Infrastruktur der Schule auf Vordermann, machten Musik, engagierten sich sozial, organisierten einen Blutspende-Termin, kümmerten sich als Tutoren um jüngere Schüler, waren künstlerisch erfolgreich oder vertraten die Interessen der Schülerschaft, ohne ein Blatt vor den Mund zu nahmen. „Solche Glieder wie euch braucht die Gesellschaft“, gab Häußinger seinen ehemaligen Schützlingen zum Abschied mit.

Doch nicht nur Musterschüler

Man hätte glauben können, es mit einem Jahrgang von Musterschülern zu tun zu haben. Doch was Fernanda Hoffmann und Luis Zwölfer in ihrer Abi-Rede verrieten, ergab dann doch ein Bild von normaler Jugendzeit. Von Knochenbrüchen und der Verbrennung von Prüfungsblättern war da die Rede, von Schülern, die es auf mehr Abwesenheits- als Anwesenheitsstunden brachten, von „Feindseligkeit“ gegenüber den Lehrern.

In einem Rucksack hatten die Abi-Redner Symbole für ihre Schulzeit mitgebracht – vom Pausenbrot über die Kreide bis hin zur Kerze, einem Zeichen für die Spiritualität, „die jeder von uns aus St. Ottilien mitnimmt“, so Fernanda Hoffmann. Laut Luis Zwölfer tragen sich sogar drei seiner Mitschüler mit dem Gedanken, ins Kloster einzutreten. Das freute vor allem Erzabt Wolfgang Öxler, der traditionell die Abiturzeugnisse überreichte.

Gesundheit und Zeit pflegen und nutzen

Die Elternbeiratsvorsitzende Christiane Drexler machte die Schüler auf die zwei kostbarsten Schätze aufmerksam, die sie besitzen: Gesundheit und Zeit, die es zu pflegen und gut zu nutzen gelte. Doch nach dem Erreichen des Reiseziels wünschte sie den Abiturienten zunächst vor allem eines: „Ein bombastisches Abschlussfest.“

von Ulrike Osman

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