Es reicht einfach nicht mehr: Alexander Bittl vom Gröbenzeller Betriebshof vor dem alten Streusalzsilo, das nur 50 Tonnen fasst. Bald bekommt es aber Gesellschaft. foto: Weber

Gemeinde baut neues Streusalzsilo

Gröbenzell - Wegen des harten Winters wurde in vielen Kommunen das Streusalz knapp. Das kann Gröbenzell künftig nicht mehr passieren: Die Gemeinde baut ein größeres Silo.

Gröbenzell - Die Nachfrage nach dem weißen Gold in diesem Winter war groß. Lieferzeiten von bis zu acht Wochen waren keine Seltenheit, ebensowenig wie hohe Preise. Um künftig Engpässe und Nachkäufe zu vermeiden, wird ein weiteres Salzsilo gebaut. Das hat der Gemeinderat beschlossen.

50 Tonnen Salz kann die Gemeinde derzeit einlagern, in einem durchschnittlichen Winter werden aber rund 180 verbraucht. Das neue Silo soll 120 Tonnen fassen. Dafür sind 65 000 Euro veranschlagt. Ob das Silo noch größer werden soll, wird bei den Haushaltsberatungen in den kommenden Wochen entschieden. Mit einem größeren Vorrat könnte die Gemeinde ihren Geldbeutel schonen. Wird das Salz im Sommer eingekauft, zahlt die Kommune bei einer Mindestabnahme von 25 Tonnen 79 Euro pro Tonne. Als aber heuer im Januar nachgekauft werden musste, musste die Gemeinde auf einen anderen Lieferanten zurückgreifen. Dieser forderte statt des üblichen Winterpreises von 106 Euro pro Tonne fast das Dreifache, satte 291 Euro. Zu dieser Zeit keine Ausnahme, andere Lieferanten verlangten bis zu 395 Euro, sagt Betriebshof-Leiter Augustin Hofmann. Spekulationspreise will die Gemeinde nicht mehr zahlen.

Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die Lagerkapazität zu erweitern. Durch die Preiseinsparung beim Kauf hätte sich das neue Silo innerhalb von sechseinhalb Jahren amortisiert, so Kämmerer Gregor Kamp. Martin Schäfer (UWG) sind die zusätzlichen 120 Tonnen aber noch zu wenig. Die dann 170 Tonnen deckten allenfalls einen Durchschnittswinter ab. Er ist dafür, ein größeres Silo zu bauen. Sein Vorschlag: Falls die Gemeinde nicht selbst das Salz aufbrauche, könne sie es an Nachbarkommunen verkaufen. In den Salzhandel einzusteigen, konnte sich Bürgermeister Dieter Rubenbauer (CSU) nicht vorstellen. Doch soll geprüft werden, ob ein größeres Silo finanziert werden könnte.

Probleme, das Salz längere Zeit zu lagern, sieht der Betriebshofleiter nicht. Durch Schwitzwasser könne sich ein Klumpen bilden. Doch könne dieser wieder gelöst werden.

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