Ein gemeinsames Gerätehaus für zwei Feuerwehren?

Hörbach - Das marode Feuerwehrhaus und der schlechte Zustand der Straßen waren die beherrschenden Themen bei der Bürgerversammlung.

Beim Heimspiel in seinem Wohnort informierte Bürgermeister Reiner Dunkel (SPD) rund 80 Bürger aus dem 375-Seelen-Dorf über die aktuelle Entwicklung von Althegnenberg im Allgemeinen und Hörbach im Besonderen.

Dann hatten die Hörbacher das Wort zu anstehenden Projekten. Das Feuerwehrhaus ist in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr dem Stand der Technik. Drei Alternativen standen zur Diskussion: Umbau, Neubau oder Umzug in die alte Schule. Die Vereine wollen einen Neubau. Denkbar wäre ein Dorfgemeinschaftshaus auf einem Gemeindegrundstück nahe dem alten Standort. Realisiert werden könnte das Projekt durch den Verkauf des alten Schulhauses und Eigenleistung. Eine Planung hatte Peter Neubauer (DG Hörbach) im Gemeinderat vorgestellt.

Dunkel könnte sich aber auch eine Zusammenlegung mit der Feuerwehr Althegnenberg vorstellen, da die Kameraden ohnehin schon zusammenarbeiten. Weil das Althegnenberger Heim ebenfalls sanierungsbedürftig ist, regte er einen gemeinsamen Neubau neben dem Friedhof an. Dort könnte zudem der Bauhof angesiedelt werden.

In der Diskussion wurde deutlich, dass ein Umzug ins alte Schulhaus für die Feuerwehr wegen der Treppe zum Eingang nicht in Frage kommt. Die Idee eines gemeinsamen Hauses hielt Toni Drexler für „sehr sinnvoll“. Zumal die Zeiten, in denen jedes Dorf seine eigene Wehr benötigte, vorbei seien. Die beiden Feuerwehr-Vereine könnten ihre Tradition jeweils vor Ort weiter pflegen. Entschieden sprach sich der Kreisheimatpfleger gegen den Verkauf der alten Schule aus.

Für einen Neubau in Hörbach warb dagegen Feuerwehrvorsitzender Werner Lampl. „Wir wollen kein Haus mit goldenen Wasserhähnen oder rosa Türen.“ Das Gebäude könnte von den anderen Vereinen mitgenutzt werden. Ähnlich argumentierte Florian Bernhard von der Landjugend. Gemeinderätin Marianne Dunkel (SPD) warb indes für den Umbau. Durch einen Neubau würde der Dorfanger verloren gehen. Das Schulhaus sollte erhalten und für die Vereine hergerichtet werden. Unterstützt wurde sie von Christa Dworsky. Das Dorf würde bei einem Verkauf den Spielplatz und den bei Festen genutzten Platz davor verlieren.

Zweites zentrales Thema waren Straßensanierungen. Reiner Dunkel berichtete, dass sich die Gemeinde mit der Bahn wegen einer Kostenübernahme für Straßenschäden durch den Ausbau der Bahnstrecke geeinigt hat. Rund 138 000 Euro - deutlich weniger als erhofft - wurden überwiesen. Mit dem Geld soll neben den Ortsverbindungsstraßen nach Luttenwang und Althegnenberg auch die Hörbacher Ortsdurchfahrt in Angriff genommen werden. Dies sorgte für Diskussionen. Denn nur bei einem Vollausbau mit Gehweg kann die Gemeinde die Anwohner zur Kasse bitten. Und nur dann winkt ein Zuschuss durch das Staatliche Bauamt. Markus Obermaier fragte nach den Kosten für die Betroffenen. Der Bürgermeister wollte und konnte keine konkreten Zahlen nennen. Toni Drexler regte schließlich eine Abstimmung an. Eine Spritzdecke reicht aus, so die Meinung angesichts des drohenden Umlegungsverfahrens.

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