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Auf dem Neujahrsempfang in Fursty 

General: Umzug der Offizierschule steht

Zieht die Offiziersschule von Bruck nach Roth oder nicht? Wegen der Kritik des Wehrbeauftragten des Bundestags an der Planung in Franken waren Spekulationen aufgekommen. Der Kommandeur der Offiziersschule glaubt weiter an den Umzug.

Fürstenfeldbruck – Michael Traut, Kommandeur der Offiziersschule, hat die Pläne zum Umzug der Einrichtung von Bruck nach Roth mit deutlichen Worten unterstrichen. „Am 28. Juni feiern wir mit einem großen Fest das 40-jährige Bestehen der Offiziersschule in Fursty. Am 29. Juni erfolgt der Spatenstich in Roth“, so der Brigadegeneral und Vertreter der am Standort beheimateten Dienststellen am Donnerstag beim Neujahrsempfang in den Räumlichkeiten der Offizierheimgesellschaft am Fliegerhorst.

Damit erteilte er Spekulationen eine Absage, wonach die Offiziersschule doch nicht umziehen könnte. Diese waren im Zuge des Berichtes des Wehrbeauftragten des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD), aufgekommen. Darin hatte Bartels gefordert, die Verlegung der Schule nach Roth zu überdenken. Traut dagegen ließ keinen Zweifel an der Umsetzung der Pläne: „Die Offizierschule wird an ihrem neuen Standort Roth Ende 2021 den Lehrbetrieb aufnehmen. Das heißt, dass wir noch für knapp fünf Jahre hier am Standort bleiben.“

Rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Militär waren zum Neujahrsempfang gekommen, darunter die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, und die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler (CSU).

So soll das Gelände in Roth dereinst aussehen.

Traut, der seinen Dienst im September des vergangenen Jahres als Kommandeur der Offiziersschule antrat, ließ einen Entwurf der Anlage in Roth per Tageslichtprojektor an die Wand projizieren. Dass am bestehenden Gebäudekomplex der Schule nochmals „Pflegemaßnahmen“ durchgeführt werden, um den langfristigen Wert des Bauwerks zu erhalten, seien keine Indikatoren einer veränderten Planung, sagte Traut.

Es sei wichtig, in der verbleibenden Zeit den Kontakt weiterhin zu pflegen. Hierin stecke die Chance, die Konversion des Standortes für alle Beteiligten so gut wie möglich zu gestalten. „Wir sind hierfür jederzeit gesprächsbereit“, sagte Traut.

Die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler ging neben der Asylproblematik, die für den Landkreis nach wie vor das beherrschende Thema sei, auf den Brandschutz im Fliegerhorst ein. Hier seien Defizite zu befürchten. Drechsler appellierte an alle Verantwortlichen, um diesen Zustand schnellstmöglich zu beseitigen.

Brucks Dritte Bürgermeisterin Karin Geißler (Grüne) sagte, die Stadt wünsche sich einen Verbleib der Bundeswehr in Fürstenfeldbruck. Am Umzug sei aber nicht mehr zu rütteln. Die Stadt werde die Planungen für die Nachnutzung weiter vorantreiben. Dass eine Überlassung von Liegenschaften oder Einrichtungen in Form einer vorzeitigen Nutzung nicht möglich ist, respektiere die Stadt, sagte sie. Gleichzeitig hoffe Geißler weiterhin auf die gute Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Stadt. (dm)

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