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Geothermie in Puchheim: Empörung über Manager-Aussagen

 Im Streit um die Geothermie-Nutzung fallen weiter deftige Worte. Michael Pausch, ein Kritiker der geplanten Erdwärmenutzung in Puchheim, warf dem Geschäftsführer des Bohr- und Förderunternehmens Exorka jetzt in der Aktuellen Viertelstunde des Stadtrats vor, sich im Schadensfall nach einem Mikrobeben der Verantwortung entziehen zu wollen.

Puchheim  - Bei einem Gespräch habe Manager Curt Bems angedeutet, dass ein Streit um die Verantwortung auf jeden Fall vor Gericht entschieden würde, weil anderenfalls Trittbrettfahrer alte Gebäudeschäden geltend machen könnten. Um die Kosten eines langen Rechtsstreits zu schultern, müssten die Geschädigten halt zwei Mal seltener in den Urlaub fahren, soll der Geschäftsführer geäußert haben. Außerdem hätten die Menschen in Puchheim ja „Pulver ohne Ende“, wie sich an den Immobilienpreisen ablesen lasse. „Das ist Ihr Geschäftspartner,“ schimpfte Pausch in Richtung von Bürgermeister Norbert Seidl. „Mit dem Mann würde ich nicht mal eine Holzbrücke über den Ascherbach bauen.“ Seidl, der an der Besprechung nicht teilgenommen hatte, verwies auf eine Absprache mit der Bürgerinitiative, wonach die Aktuelle Viertelstunde bis zum Bürgerentscheid nicht mehr für Geothermie-Debatten genutzt werden sollte.

Bems bestritt gegenüber dem Tagblatt die Aussagen, von einer Teilnehmerin aus dem städtischen Umweltamt wurden sie allerdings im Wesentlichen bestätigt. Herr Bems rede halt gern mal „etwas flapsig daher“, manche Äußerung sei auch unangemessen. In der Sache selbst müsse es aber auch einer Betreiberfirma möglich sein, sich gegen ungerechtfertigte Ansprüche zu wehren.  op

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